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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1916-01-01 · Heft 2 · p. Seite 121

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
60 (1916)
Issue
Heft 2
Article
Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras zu den Büchern Jeremias, Ezechiel, Sprüchen Salomos, Esra, Nehemia und Chronik
Date
1916-01-01
Page
Seite 121 (sequence 4)
Language
German
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Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras. 121 nötig gehalten haben, nochmals eine Übersetzung anzufertigen1). In der Einleitung zu Mosnajim zählt er zuerst 59 grammatische Termini auf, über welche seine Vorgänger ausführlich gehandelt haben. Hierauf folgt eine kurze Übersicht der grammatischen Literatur; er zählt die Autoren und ihre Werke auf und bemerkt zuletzt, daß er dieses Werk verfaßt habe, um die Grundlagen der Konjugationen anzugeben. Zuerst müsse er aber die eben aufgezählten Termini erklären, da ohne dies das Weitere unverständlich wäre. Das eigentliche Werk beginnt mit einer kurzen Erklärung der grammatischem Termini, worauf eine ausführliche Erörterung derselben Termini mit Erläuterungen und Beispielen folgt. Den Konjugationen aber, für die dieses Buch von vorneherein bestimmt war, widmet er nur eine kurze Abhandlung (f. 49a—59b). Das ganze ist wenig systematisch geordnet. Eigentlich kann man es nicht als ein grammatisches Lehrbuch betrachten; es ist vielmehr eine Art terminologisches Wörterbuch der hebr. Grammatik. Bei der Bildung der Termini diente ihm die Einleitung Dunaschs zu seiner Kritik gegen Menachem als Vorbild2). Aus derselben Zeit stammt der Kommentar zu den Klageliedern; denn auch hier spricht IE. im Einleitungsgedichte von der Gewalt der Bedränger, die ihn aus Spanien verjagte. Wahrscheinlich ist dieser Kommentar noch in Rom entstanden3). Interessant ist seine Auffassung der haggadistischen Bibelexegese, von der er im Einleitungsgedichte spricht. Er meint dort, die Erklärungen der Talmudisten seien verschiedenartig; manche enthalten tiefe Geheimnisse, die nur symbolisch ausgedrückt werden konnten, andere wieder seien nur dazu gegeben, um die schwankenden Geister zu stärken und zu erbauen; daher ließen sich die sinngetreuen Erklärungen mit Wesen vergleichen, die Midraschim dagegen mit Gewändern, von denen manche zart ג) s. Bacher, IE. als Gr., S. 5. 2) ed. Filipowski, London, 1855, Ein!.,י S. 6. 3) Graetz, VI, 440; ZDIVIG. LVII, 426; Rosin, Monatsschrift 42, S. 25.

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