Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras zu den Büchern Jeremias, Ezechiel, Sprüchen Salomos, Esra, Nehemia und Chronik
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 3)
- Language
- German
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120 Die Wiederherstellung der Kommentare Ihn Esras. Diese Übersetzung muß IE. gekannt haben, da er sie in der Einleitung zu Mosnajim anführt. Er hat diese Werke auf Wunsch der des Arabischen unkundigen Juden verfertigt. Hierdurch wurden die grammatischen Entdeckungen Chajjugs auch in den romanischen Ländern verbreitet, und damit haben sie viel zur Förderung der hebräischen Sprachwissenschaft beigetragen. Unmittelbar darauf verfaßte er das grammatische Werk: Mosnajim (ed, W. Heidenheim, Offenbach, 1791). Über den Titel»DieWage«l) sagt er im Einleitungsgedichte: »Dieses Buch soll Richter sein für das Maß der Konjugation, und darum hat es sein Verfasser Wage genannt«. Das Werk ist in Rom, nicht lange nach seiner Ankunft entstanden. Denn im Einleitungs-Gedicht spricht er von »Bedrängnissen«, die ihn gezwungen haben, seine Heimat zu verlassen und nach Rom auszuwandern. Da er aber darin seinen Koheleth ־ Kommentar (S. 12 a, 13a) als bereits vollendet erwähnt, so ist es später als dieser entstanden. Er muß aber schon damals die Übersetzung der Werke Chajjugs vollendet gehabt haben, da er am Schlüsse von Mosnajim auf ס' הכפל hinweist, wo man eine genaue Darstellung der doppellautigen Zeitwörter finde. Wäre dieses Werk noch nicht fertig gewesen, so ist kaum anzunehmen, daß er den nur des Hebräischen kundigen Leser darauf hingewiesen hätte. Auf die Übersetzung Gikaliljas ist die Verweisung schwerlich zu beziehen, Denn wäre diese Über- Setzung in Italien vorhanden gewesen, so würde es IE. nicht für שלשה ספרי דקדוק, herausgeg. V. Nutt (London, 1870), S. 1. 98. 120. Über das Verhältnis beider Übersetzungen zum Original s. Dernbourg, Opuscules et traites d’Aboulwalid, Paris, 1880, p. CXIXf; dazu vgl. die Einleitung v. J. Ihn Tibbon zu der hebr. Übersetzung des Rikma v. Ibn Ganach, ed. Goldberg, 1856, S. IL *) IE. zitiert das Werk als ספר מאזנים in Gen.-Komm. 49,6; Lev.- Komm. 26,8; א um.-Ko mm. 7,3 und 7,71; Deut.-Komm. 32,6; Sefaih Jether N. 155 u. im Safa berura 15a; als מאלגי הלשון 'D in Job-Komm. 36,32 und 37,6. Der Titel מאזני לשון הקדש ist von Elia Levita, dem ersten Herausgeber (in der Sammlung □דקדוקי Venedig, 1546, S. 195 bis 236) angenommen worden und von Heidenheim beibehalten; s. Bacher, IE. als Gr., S. 3, A. 7.