Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 60 (1916)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras zu den Büchern Jeremias, Ezechiel, Sprüchen Salomos, Esra, Nehemia und Chronik
- Date
- 1916-01-01
- Page
- Seite 119 (sequence 2)
- Language
- German
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Die Wiederherstellung der Kommentare Ibn Esras. 119 sagt er, daß Salomo in diesem Werke nur habe darlegen wollen, daß alles vergänglich sei, was geschaffen ist; das einzige Wertvolle und Dauernde sei nur die Gottesfurcht, zu der man allein durch Vernunft und Wissen gelangen könne. Dieser Kommentar ist noch nicht so kurz gefaßt, wie seine späteren Kommentare. IE. macht hier grammatische und religionsphilosophische Exkurse. Kapitel 5,1 spricht er von der Bedeutung des Gebets, wobei er die Bemerkung bringt, daß man keine Gebete verrichten dürfe, die man nicht verstehe. Dabei geht er zu einer scharfen Kritik der Fiutim R. Elieser ha-Kalirs über. Er tadelt an ihnen die rätselhaften und unverständlichen Ausdrücke, die grammatischen Fehler, die schlechten Reime und zuletzt die Verarbeitung von agadistischen Deutungen darin, erwähnt ferner einen Gelehrten aus Frankreich, dessen Gedichte er verspottet, und dann einen anderen Gelehrten, der aus den 2 Worten אבאר מלה ein Wort אברמל gemacht hat. Deren Fiutim stellt er die Gebete des Gaon Saadja gegenüber, die von solchen Fehlern frei sind. Am Ende findet sich die Zeit-Angabe der Abfassung des Kommentar: והספר נשלם לחשבון היודעים חעודת שעשועים תשע סאות יש עם אלפים ארבעה .. , also 1139/40 verfaßt. Nach dem Koheleth-Kommentar übersetzte er 3 Werke des Jehuda Chajjugs1) aus dem Arabischen, und zwar: 1. Das Buch über die ruhenden Buchstaben oder hebr.: ספר אותיות הנוח. 2. Über Zeitwörter mit doppelten Buchstaben, hebr.: פעלי הכפל. 3• Über die Punktation, hebr.: ספר הנקוד. Die ersten beiden Werke hatte bereits vor IE. Moses Ibn Gikatilja übersetzt2). ף Ediert v.L. Dukes, Frankfurt a. M., 1844. Die Überschrift zum ersten Buche lautet; ספר אותיות הנוח חיבור ת יהורה ב״ר דוד נ״ע המכונה חיוג ׳שתרגם אותו בלשין נעברח מר׳ ר׳ אברהם בר מאיר י״ץ הידוע עזרא ממדיכת קורמובה. Am Ende des zweiten Werkes heißt es: נשלם ספר אותיות הכפל אשר חבר ח יהודה בן דוד ג״ע בלשון ערבי ואשר תרגמו בלשון הקדש הרב ר׳ אברהם בר׳ מאיר נ״ע עורה ספרדי בטדיכת רום רבתי. Am Ende des dritten Werkes dasselbe ohne Angabe des Ortes. 2) Moses Ibn Gikaiilla nennt in der Einleitung zu seiner Übersetzung den Isak, Sohn des Fürsten R. Salomo, für den er sie verfertigte. S.