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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1915-01-01 · Heft 3 · p. Seite 112

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
59 (1915)
Issue
Heft 3
Article
Monumenta Talmudica
Date
1915-01-01
Page
Seite 112 (sequence 6)
Language
German
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112 Monuments Taimudica. auf welchem sie eine Zeit lang־ und zum Teil noch immer geradezu die Hegemonie hat, bemächtigte sich auch jüdischer Forscher die Überzeugung, daß Assyrien-Babylonien die größte Beachtung erfordere. Wäre Funk Assyriologe und Philologe von Fach, seine Forschungen wären noch ergebnisreicher und exakter. Er teilt seinen Quellenstoff mit guter Systematik in folgender Weise ein. In der ersten Abteilung: »Land und Leute« werden: »Name des Landes, Gewässer, Fruchtbarkeit, Bewirtschaftung, Verkehrsmittel, Steuern, Wohnungen, Städte, Bevölkerung, Kulte quellenmäßig belegt. (S. 1—86). Die zweite Abteilung behandelt »Babylonische Geschichte« in drei Kapiteln; das Assyrische, Neubabylonische, Neupersische Reich. (S. 86—176). Die dritte Abteilung »Weltbi Id« gibt quellenmäßig alle Talmudstellen (unter Heranziehung aller Soharstellen) über »himmlische Weltordnung« und »irdische Weltordnung«. (S. 176—240). Die vierte Abteilung »Weltanschauung« umfaßt: Astrologie und babylonische Astronomie, das Buch der Weisheit, Abbilder der Weltordnung (S. 240—275). Daran schließen sich: Kommentar (S. 276—329); Register und Index. Selbst der Laie sieht, daß hier respektgebietende Arbeit geleistet worden ist, umsomehr der Gelehrte. Das Sammeln der Quellen und deren systematische Anordnung allein erforderte unermüdlichen Fleiß, Umsicht und Übersicht, scharfen Blick und kritischen Takt Alle Quellen werden im Urtexte mit Punktation gegeben. Für die Sauberkeit der Texte ist der ständige Mitarbeiter und Teilnehmer an der Redaktion, Herr Prof. Dr. M. Berkowicz, verantwortlich. Er verdient es vollauf, rühmend genannt zu werden, wenn auch im Einzelnen sowohl über die Textgestaltung als auch über die Punktation vieles zu monieren wäre. Berkowicz hat sich um das Ganze ein großes Verdienst erworben, und ich freue mich heute darüber, ihn seinerzeit für das Werk gewonnen zu haben. Manches Textstück hätte freilich ohne Schaden gekürzt, manches gestrichen werden können. Es wird viel Ballast mitgeschleppt, den man auf dem Wege der Revision hätte ablaäen können. Die Übersetzung ist durchwegs befriedigend, wenn auch manches hätte

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