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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 5 · p. Seite 530

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 5
Article
Die jüdischen Realschulen Deutschlands
Date
1914-01-01
Page
Seite 530 (sequence 18)
Language
German
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Die jüdischen Realschulen Deutschlands. Dr. H. B. Auerbach, betrug nicht mehr als 1000 fl.! im Herbste 1862 wurde die dem Kaufmanne Menki Zimmer lizentierte Privatschule mit 42 Schülern eröffnet; sie bestand damals aus 2 Klassen mit je 2 Abteilungen, die sich allmählich zur 8-klassigen Bürgerschule erweiterten. Die Ausgestaltung der Anstalt zu einer den kgl. bayrischen Realschulen entsprechenden Mittelschule mit 4 Elementar- und 6 Realklassen geschah im Schuljahre 1880/81, bald darauf erhielt sie die staatliche Berechtigung der Absolutorial- Prüfung zum Einjährigendienst. Dagegen durfte sie sich den Titel einer »Isr. Realschule« auffallenderweise erst 1899 beilegen. Heute ist für sie der 1907 vorgeschriebene Lehrplan der realistischen Mittelschulen Bayerns mit den für die Handelsabteilungen geltenden Abänderungen maßgebend. Inzwischen war das 1868 mit hundert Schülern bezogene dreistöckige, eigene Schulgebäude zu enge geworden und mußte 1883 durch ein geräumiges Hinterhaus vergrößert werden, so daß die Zöglinge des isr. Waisenhauses in Fürth, mit dem die Schule von Anfang an freundschaftliehe Beziehungen unterhielt, und dessen Synagoge sie noch heute benutzt, seit 1889 in größerer Anzahl die Realschule besuchen konnten. Die Aufnahmefähigkeit der Schule ist aber auch heute beschränkt; nach § 2 der Schulordnung soll die Anzahl der Schüler in den Klassen I—IV nicht über 30, in V und VI (süddeutsche Nomenklatur!) nicht über 20 betragen. Die Frequenz der Schüler schwankt denn auch zwischen 150—160, die der Abiturienten erreicht selten die Höhe von über 15, woran jedenfalls auch die bescheidenen, materiellen Verhältnisse der Schule Schuld sein dürften. Die anfangs von einigen Privatleuten erhaltene Anstalt wurde 1871 vom »Verein der isr. Bürgerschule (Realschule)« übernommen, dessen Generalversammlung alljährlich die Neuergänzung des Kuratoriums, sowie Fest- Stellung des Jahresetats besorgt. Die jährlichen Erhaltungs-

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