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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 4 · p. Seite 503

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 4
Article
Die Darstellung der Juden im deutschen Roman des zwanzigsten Jahrhunderts
Date
1914-01-01
Page
Seite 503 (sequence 21)
Language
German
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des zwanzigsten Jahrhunderts. 503 ließ dich doch die ererbte Erwerbsucht noch immer nicht ruhen.« Er entwickelt nun die geschichtlichen Tatsachen, die diesen Hang der Juden zum Gelderwerb erzeugt und entwickelt haben mit allen Schattenseiten in ihrem Gefolge, der Verschlagenheit, Schlauheit, Vorsicht und Röcksichtslosigkeit. Um diese Eigenschaften auszurotten, genügten aber nicht wenige Jahre, sondern vielleicht hundert und die freie Entwicklungsmöglichkeit auf allen Gebieten, in den Ämtern, der Politik, dem Heere; auch der oft gemachte Vorwurf der Feigheit sei zwar richtig (?), die Feigheit sei aber gleichfalls wieder hervorgegangen aus der bedrückten Lage der Juden, die als Minderzahl vor der Mehrheit nie ihres Lebens sicher waren, sich nicht einmal rühren durften. Die alte Geschichte des jüdischen Volkes lehre, daß sie tapfere Krieger gewesen seien und jetzt auch seien die jüdischen Soldaten keineswegs weniger tapfer als ihre Mitbürger, jetzt hätten z. B. die jüdischen Studenten bewirkt, daß man sich vor ihnen hüte, weil sie sich nicht ungestraft beleidigen ließen. Allerdings, gibt er zu, seien die Juden in guter Gesellschaft wenig beliebt, weil sie keine feinen Manieren hätten, aber auch das sei ein Mangel, der sich mit der Zeit geben werde; immerhin sei es besser, einen guten Charakter, als gute Manieren zu haben, da ja oft auch Aristokraten außerhalb ihres Kreises die größten Lumpereien begingen, den Frauen ihres Kreises aber nur mit den vollendetsten Lebensformen entgegenträten. Er wendet sich endlich an den Vater, der von ihm verlange, er solle dem Namen Hartenstein Glanz verleihen; der Name besitze seinen Glanz bereits durch die ganze aufopferungs- und entsagungsvolle Tätigkeit des Vaters von seiner harten entbehrungsreichen Jugend an durch das ganze Leben. Seine Ehrlichkeit und Unbestechlichkeit werde gerühmt, kein Makel hafte an seinen Millionen. So sagen die Juden, die Gesellschaft dagegen, in die er sich so sehr sehne aufgenommen zu werden, sage hinter

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