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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 4 · p. Seite 494

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 4
Article
Die Darstellung der Juden im deutschen Roman des zwanzigsten Jahrhunderts
Date
1914-01-01
Page
Seite 494 (sequence 12)
Language
German
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494 Die Darstellung der Juden im deutschen Roman ad se ipsum), ihren selbstverständlichen Lebenswandel, die man fast fromm nennen könnte und ihre Ergebung in das große Schicksal aller Menschlichkeit, nicht zu ergründen und deshalb nicht zu beklagen.« Das ist brausender Wortschwall und Gallimatthias, so leid es mir tut, es sagen zu müssen, denn der Verfasser ist »durchaus nicht gleichgältig gegen Kritiker, er fleht in die leere Luft hinein um eine Erklärung«. Aber man wird entwaffnet, wenn man das Nachwort liest. Er schreitet, nach seinen Worten, mit verstärkter Entschlossenheit in der Richtung fort, die er in den »Jüdinnen« begonnen hat. Er fühlt den Vorwurf, daß diesen Büchern die Handlung fehlt. Auch das Nichtäußern seiner Meinung über das Judentum (was ist denn das oben Ar.״ geführte?) ist sein ganzes weltanschauliches Wollen(?). Er will nicht den Typus von Juden schildern, weil er einen solchen nicht anerkennt, er will für kleinere Gruppen von Juden einen Typ bilden. Aber schrecklich! Er verspricht leider in einem ganzen Zyklus ganz andere zum Teil entgegengesetzte, ergänzende Typen zu schildern, bis ein Aufsteigen von dieser Typenreihe zu einem höheren Typus vieileicht möglich erscheint, vielleicht als undenkbar für immer abgelehnt wird. Dann wird sich das Bild des Gesamtjudentums wesentlich komplizierter, kräftereicher, fiießender, vor allem auch harmonischer darbieten, als es seinen jetzigen Theoretikern, wie Birnbaum, Sombart, Buber, Zollschan und Anderen erscheinen kann. Ich bin entwaffnet, auch durch die Kürze des Romans, die sein größter Vorzug ist. Die Darstellung der Juden bei Süax Viola. Ganz andere Ansichten und Ziele verfolgt Dr. G u t m a n n, Roman von Max Viola. 3. Aufl. Breslau-Schottländer 1900. Das Buch erlebte acht Wochen nach der ersten Ausgabe eine zweite Auflage. M. Nordau schrieb dem Verfasser, der Roman sei ein Kunstwerk, und wenn er den Erfolg habe, den er verdiene, so müsse er das

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