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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 354

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 354 (sequence 29)
Language
German
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IRI
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354 Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. keit bald eine bedeutsame Rolle spielte und 1828 starb1). Konsistorialrat Mendel Steinhardt nahm eine Stellung als Landrabbiner zu Paderborn an2). Schwer wurde Jer. Heinemann durch die Umwälzung getroffen. Er hatte die traurige Mission übernommen, die noch schwebenden geschäftlichen Angelegenheiten der abgesetzten Behörde abzuwickeln, ohne sich wohl ganz klar über die persönliehen Schwierigkeiten geworden zu sein, denen er entgegen ging. Es handelte sich zunächst darum, eine Übersicht über die rückständigen Schulden des Konsistoriums zu gewinnen. Die nunmehr als Oesamtvertretung der hessischen Judenschaft wieder erscheinenden »Vorsteher und Deputierten der israelitischen Korporation in Kurhessen« scheinen zunächst nicht im entferntesten den Oedanken gehegt zu haben, das geistige Erbe des Konsistoriums anzutreten und den Versuch zu machen, die neugeschaffenen, segensreich wirkenden Institutionen wenigstens zum Teil, wenn auch auf anderer Grundlage, zu erhalten. Vermutlich waren der drückende Geldmangel jener unruhigen Tage, sowie die Abneigung gegen alles nicht aus den kurhessischen Zuständen früherer Zeiten Hervorgegangene schwere Hindernisse. Wer weiß auch, ob der Kurfürst in seinem blinden Hasse gegen den »Usurpator« Jerome dergleichen geduldet haben würde. Nach dem Stand vom 31. Dezember 1813 wird eine Aufstellung der Pensionsgelder und Kautionen der Lehrmeister und Pensionsväter sowie der noch zu zahlenden Rechnungen gegeben8). Am 23. Februar 1814 schreibt Heinemann (wohl an Jacobsohn): »Ich habe in Folge der Resolution auf meinen Antrag vom 9. Dezember vorigen Jahres die dem Konsistorium eigentümlich gehörigen Mobilien aufgezeichnet und vom Stadttaxator M. Wagner in Augenschein nehmen und taxieren *) Vgl. Aub »Gedenkrede auf Israel Jacobsohn», oben S. 28. s) Vgl. oben S. 185 ff. *} Akten betr. die Konsistorialschule Nr. 22. Oben S. 340 ff.

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