Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 355

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 355 (sequence 30)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2829132-2829859-2829863-2892948--41316-2893062
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 355 lassen. Solches ist nun in dem anliegenden Verzeichnisse enthalten, welches in sich begreift alles, was fürs Konsistorium und für die hiesige Schule angeschafft wurde und zur Zeit vorhanden ist (sowie B. und C. die Verzeichnisse des M. Registrators Rosenbach enthalten) — denn vieles ist gänzlich abhanden gekommen oder ruiniert und ohne allen Wert —; und zwar: a) Gerätschaften; b) Bücher, Karten und Zeichnungen«1). Die Betten habe man als schlecht nur auf 6 Taler das Stück taxiert. Gegenwärtig, wo die Stadt mit Möbeln angefüllt sei, sei ein Käufer für die Effekten sehr schwer zu finden2 *). Selbst »M. Brökeimann, der sonst viel und gern kauft«, wolle nichts davon8). Schließlich wurden die Mo« bilien, wenn auch zu recht schlechten Preisen, verkauft4 * * *). Im Sitzungssaal des Konsistoriums befanden sich vier Jacobsohn gehörige Kupferstiche: David und Uria, Elisa l) Vgl. oben S. 338. Der Registrator Rosenbach ist zweifellos identisch mit dem Lehrer. *) Bereits am 26. Oktober 1813 hatte Jerome Cassel verlassen. Am 27. war kein Franzose mehr in der Stadt. Eine anschauliche Schilderung der tumultuarischen Szenen, die sich in diesen Tagen abspielten und anscheinend auch zur Zerstörung von Konsistorialeigentum geführt haben, (S. 356) siehe bei Kleinschmidt »Geschichte des Königreichs Westphalen« S. 651 ff. »In diesen Zeiten, wo so viele Reiche verarmten und alle Menschen Not gelitten haben, durch Einquartierungen, Gewalttätigkeiten und ungeheure Abgaben« etc. heißt es in einem Aufruf der Geheimrätin Engelhard vom 20. April 1814 (Casselsche Polizei- und Commerz.-Zeitung). 8) Die Firma Brökeimann & Sohn betrieb nach der Casselschen Polizei« und Commerz.-Zeitung vom 23. April 1814 besonders Kommissions- und Speditionsgeschäfte. *) J. Gern. B. Akten betr. die israel. K.-Schule Nr. 8. M. Adler ersteht zwei Betten, Goldstücker zwei und Trepp (Treff?) ein Bett, das Stück zu 8 Thlr. 18 Groschen, Sichel 4 Betten zu je 8 Thlr., Weinstein ein unvollständiges zu 6 Thlr. 18 Groschen. Nr. 12 gibt eine Übersicht der seinerzeit angeschafften Betten, Nr. 13 und 14 führen die zarückgelieferten Betten auf. 23s

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.