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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 353

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 353 (sequence 28)
Language
German
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IRI
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Das Königlich Wesiphälische Konsistorium der Israeliten. 353 Schon am 9. November 1813 erschien die Verfügung der Oroßbritannischen provisorischen Verwaltungskommission an die vormaligen israelitischen Syndiken usw. zu Einbeck, in welcher ihnen durch diese Verwaltung des Distrikts Einbeck eröffnet wurde, daß »das israelitische Konsistorium zu Cassel rücksichtlich des hiesigen Distrikts als aufgelöst zu betrachten ist« und ihnen jede Hebung und Auszahlung von ehemaligen Konsistorialsteuern an das ehemalige Konsistorium streng untersagt wurde1). Am 9. Dezember 1813, also genau einen Monat später, wies eine von Berlin unterzeichnete Konsistorialverfügung darauf hin, daß vielleicht kein Budget für 1814 zu Stande käme, und überließ es den Lehrmeistern der Konsistorialzöglinge, die Lehrzeit für die bei ihnen befindlichen Lehrlinge nur insoweit zu vollenden, als sie Lehrgeld schon erhalten haben2). Jacobsohn war, wie es scheint, im gleichen Monat von Cassel abgereist und richtete am 31. Dezember d. J. an das Konsistorium die dringende Aufforderung, seine Arbeiten nach Möglichkeit zu beendigen8). Er verlegte seinen Wohnsitz nach Berlin, wo er durch seine hervorragende Persönlichlach verspottet. So erschien am 15. Sept. 1807 eine englische Karikatur Jeromes als Jndenkönigs, der acht Juden mit westphälischem Schinken bewirtet. Das bunt kolorierte Blatt trägt die Unterschrift: »King Jerry trealing his Jewish Subjects with Westphalia Venison.« (im Besitze des Rechtsanwalts Dalberg hier.) Über die drei Ordensritter vergleiche oben Seite 92 u. 181. Der Arzt Abraham. Zadig war jedenfalls zur Zeit seines Casseler Aufenthaltes bereits zum Christentum übergetreten. Sein Sohn Karl Ludwig Wilhelm Zadig, geboren in Breslau um 1785, besuchte das Casseler Lyzeum, das heutige Friedrichs- Oymnasium, bis 1811. Sein Vater wird in der Klassenliste als Leibarzt der Königin bezeichnet. Siehe auch Freudenthal *Emanzipationsbesirebungen in Breslau« in der Monatsschrift, herausgegeben von Brann, neue Folge, I. Jahrgang, S. 566, 572 ff. und besonders die Mitteilungen R. Landsbergers in Branns Jahrbuch für 1899, S. 43 f. ג) Staatsarchiv Hannover a. a. O. Nr. 9. a) Jüdische Gern. Berlin Akten betr. d. israelit. Kons. Nr. 6. ») Daselbst Nr. 7. Alonatssclirift, 58. Jahrgang. 23

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