Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 58 (1914)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 351 (sequence 26)
- Language
- German
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Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. 351 geprüften Lehrers1 * *). Im Dezember 1812 wünscht das Konsistorium von dem derzeitigen Lehrer Löwenthal einen Lehrplan zu sehen, dem es gleichzeitig drei Schulbücher für seinen Religionsunterricht als Geschenk übersendet*). Zum Gehalte des Lehrers scheint aus Mitteln des Konsistoriums ein Zuschuß geleistet worden sein8). Ganz besonders trostlos lagen die Verhältnisse in Osterode4). Im Fuldadepartement bestanden 1811 außer in Cassel noch Schulen in Hofgeismar5), Beverungen6) und in Brakei7) In letzterer Schule wurde auch französischer Unterricht erteilt, IV. Auflösung des Konsistoriums. Das KönigreichWestphalen brach zusammen. Der leichtfertige, aber gutmütige und nicht unbegabte Herrscher, der vor kurzem noch mit kriechender Schmeichelei begrüßt worden war8), verschwand auf Nimmerwiedersehen. Am 1. November 1813 ist er außerhalb seines Reiches9). Zwar hatte er noch die Hoffnung nicht aufgegeben. Von Köln *) Am 7. Oktober 1811. Akten des israelitischen Gemeindearchivs zu Goslar verzeichnet in »Israelitische Monatsschrift« Beilage zur Jüdischen Presse 1909, Nr. 47. s) Am 22. November 1812 von Rabbiner Egers im Aufträge des K. übermittelt. *) »Israelitische Monatsschrift« a. a. O. Verfügung des K. vom 10. März 1813. *) Vgl. oben S. 207. 5) Lehrer Mendel Simon mit 150 Tlr. Gehalt. Siehe »Tableau der öffentlichen Schulen« im Anhang. e) Lehrer Abraham Sutro mit 100 Tlr, Gehalt. A. a. O. Siehe auch Anhang. 7) Lehrer Callmann Katzenstein. A. a. O. 8) Einige ergötzliche Proben siehe in »Hessenland« 1907 S. 200 ff., bei Holzapfel a. a. O. S. 110—116. 9) Jerome hatte nach Napoleons Urteil etwas in sich, woraus man einen großen Mann machen könne. Siehe Preußische Jahrbücher Bd. 51, S. 236. Auch der hessische Geschichtsschreiber Lynker meint, er sei lange nicht der schlechteste Fürst gewesen, den Hessen vorher oder nachher gehabt habe. Preußische Jahrbücher a. a. O. S. 255.