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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 3 · p. Seite 277

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 3
Article
Der Arbeitsplan der "religionsgeschichtlichen Kommission" in Göttingen
Date
1914-01-01
Page
Seite 277 (sequence 3)
Language
German
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Kommission« in Göttingen. 277 bieten die mittelalterJichen liturgischen Texte und die nicht-synagogalc spätere religiöse Poesie wertvolle religionsgeschichtliche Ausbeute« IV. Als Proben karäischer und verwandter Texte können die in Schechters Dokuments Bd. 1 u. II und in Harkavys Mitteilungen »Aus den ältesten karäischen Gesetzbüchern« veröffentlichten heran* gezogen werden. V. Auf dem Gebiete der Religionsphilosophie empfiehlt es sich, zur Zeit nur eine Uebersetzung des Hauptwerkes von Saadia (evtl, in Auswahl) in Aussicht zu nehmen, ferner des Maimonides »Führer der Irrenden«, vielleicht auch des Bachja ben Joseph »Herzenspflichten«. VI. Mystik und Volksreligion. Das Seferjezira ist soeben von Bischoff übersetzt (»Elemente der Kabbala« I). Dagegen empfiehlt es sich, den Sohar sowie das Sefer ha-Chasidim in die Sammlung aufzunehmen. Man sieht klar, daß ein Teil der Aufgaben, die hier gestellt sind, mit denen, deren Lösung die »Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums« sich vorgenommen hat, in vielen Punkten zusammenfällt. Schon hiernach wird das Arbeitsprogramm der religionsgeschichtliehen Kommission mancher wichtigen Modifikation bedürfen. Tossefta, Sifra und Sifre jetzt schon zu übersetzen, wäre ohne Zweifel voreilig, so lange nicht die neuen kritischen Ausgaben, mit deren Herstellung unsere Gesellschaft im Augenblick beschäftigt ist, vollständig erschienen sind. Das Gleiche gilt für die Mechilta, bei deren bereits erschienener Übersetzung der zu Grunde gelegte Text keineswegs den berechtigten Anforderungen der modernen Wissenschaft entspricht. Bei alledem wäre dann immer noch die Grundfrage zu erörtern, inwieweit der Wissenschaft überhaupt mit einer bloßen Übersetzung gerade der hal ach i sehen Literatur gedient wäre. Die Bemerkungen M. F r i e d m a n n s, die er 1885 zum 70. Geburtstag des Lektors 1. H. Weiss veröffentlicht hat, und diejenigen des Dr. Horovitz im Jahrgang 1909, S. 486ff. bei der Besprechung der Mechilta-Übersetzung halte ich heute noch für zutreffend. Auf welche Irrwege selbst so hervor-

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