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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 2 · p. Seite 205

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 2
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 205 (sequence 28)
Language
German
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IRI
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Das Königlich Wesiphälische Konsistorium der Israeliten. 205 befand sich 1812 am Zeughausplatz1). Später wurde die Schule in das Rosengartsche Haus verlegt8). Auf diese Verlegung des Schullokais dürfte sich ein kleines Schriftchen von 1813 beziehen, das die »Gesänge bey Einweihung der Konsistorial-Schul-Synagoge zu Cassel« enthält. Vor eine sehr schwierige Aufgabe sah sich das Konsistorium gestellt, als es sich darum handelte, tüchtige Lehrer anzustellen. »Von Dan bis Beerseba«, schreibt David Friedländer am 17. Dezember 1802 an Wolfssohn, »ist, mit den Propheten zu reden, alles öde und leer. Die Betrachtungen, die sich bey diesem Mangel an Erziehern und Lehrern bey unseren Mitbrüdern darbiethen, sind gewiß nicht von der heiteren Art. Es kann aber auch gar nicht fehlen. Auf der einen Seite haben junge Leute unserer Religion, die sich dem Erziehungsfache widmen, gar keine Aussicht auf ihr Alter; von der anderen werden sie je länger je weniger gesucht. Der orthodoxe Jude will einen Pohlen zum Erzieher, und der nicht orthodoxe Vater schickt seinen Sohn in die christliche Schule, dergestalt, daß der Lehrerstand bey uns durchaus ganz eingehen muß8). Ganz ähnlich lautet die Klage des Konsistoriums im Berichte an den Minister4). »Was den Punkt der Schulkosten betrifft, so hat das Konsistorium bis jetzt nur wenig tüchtige Männer gefunden, die ihres Amts bewährt sind. Diejenigen, die es angenommen, hat es nur zur Probe und provisorisch *) Heute Töpfenmarkt. Hasse! und Murhard »vvestplialen unter Hieronymus Napoleon, Bd. I, S. 100. Dem K• selbst wies der Minister im Meßgebäude ein Amtslokal an. St. A. M. a. a. O. Nr. 4. s) Brief Rosenbachs an Heinemann vom 20. März 1814. Siehe weiter Abschnitt IV. In der Schulgeldliste für 1811 und der Steueriiste für 1810 kommen mehrere Familien dieses Namens vor. Das Casseler ältesle Adreßbuch von 1819 nennt ebenfalls mehrere dieses Namens. Die Namensform ist dort Rosengarten. *) »Monatsschrift« 1893, S. 480, Anm. 2. *) Geheim. Staatsarchiv Berlin, Rep. 6, IV. B., Nr. 8. Vgl. bei Schlesinger im Anhang.

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