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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 2 · p. Seite 188

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 2
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 188 (sequence 11)
Language
German
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188 Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. Geschäfte müssen ihn indessen noch öfter nach der Hauptstadt Dänemarks geführt haben. Denn im Nissan (5568 =) 1808 unterzeichnet er in Kopenhagen als Dritter bei einer religiösen Rechtsentscheidung. Auch im September 1807 scheint er in Kopenhagen geweilt und die Schrecken des damals durch die Engländer über die unglückliche Stadt verhängten Bombardements miterlebt zu haben1), ln Stockhoim war er Nachfolger des Rabbiners Löb Pinchas aus Strelitz2 *). ln glücklichster Ehe lebend, erfreute er sich einer zahlreichen Nachkommenschaft8). Unter seinen Söhnen haben zwei sich als Gelehrte einen Namen gemacht4). Einer derselben freilich hat nach dem Tode des Vaters dem Judentum den Rücken gekehrt5 * *). 1808 vertauschte *) Siehe weiter die An merk, über Nathan Simon K. Die belagerte Stadt kann doch wohl nur Kopenhagen sein, vgl. S. 191, Anm. 2. s) Mitteilung des Prof. Simonsen-Kopenhagen. s) Seine Frau Hendel (Hella) war die Tochter Meier Nathans in Altona. Nach der Volkszählungsliste von 1787 war sie in diesem Jahre 21 Jahre alt, also 1766 geboren. Sie starb in Kopenhagen am 15. Dezember .1843- Aus der Ehe gingen 6 Kinder, 4 Söhne und 2 Töchter, hervor. Das älteste Kind war eine Tochter Bella, geboren 1783 (folgt aus der Volkszählungsliste von 1787). Sie heiratete später den Obergerichtsanwalt Delbanca in Kopenhagen. 4) Siehe S. 190, das über Nathan Simon K. Gesagte. Er war in Kopenhagen am 20. Februar 1788 geboren und starb im März 1861. Die Liste von 1804 erwähnt ihn als am 14. Mai aus Stockholm zurückgekehrt (1801 war die ganze Familie nicht in K. zur Zeit der Zählung. Vielleicht weilte sie schon in Schweden). Seine Frau hieß Fradchen Hartig, war 1786 geboren und starb 1858. Er nahm in K. eine höchst angesehene Stellung ein. Von seinen 10 Kindern lebt eine 98jährige Tochter noch, *) Das jüngste Kind Christian Andreas Hermann Kalkar wurde 1803 in Stockholm geboren und starb in Kopenhagen am 2. Februar 1886. Nach dem Tode des Vaters nahm den 9jährigen Knaben sein Schwager Delbanca zu sich. Nachdem er 1819 eine Reise nach Zürich als Student unternommen hatte, ließ er sich 1823 durch den Bischof Megastor in Kopenhagen taufen. 1826 machte er sein theologisches Examen und war 1843—1886 als Pfarrer tätig. Er verfaßte zahlreiche gelehrte Schriften, darunter eine Bibelübersetzung imVerem mit anderen.

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