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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1914-01-01 · Heft 2 · p. Seite 182

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
58 (1914)
Issue
Heft 2
Article
Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten
Date
1914-01-01
Page
Seite 182 (sequence 5)
Language
German
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182 Das Königlich Westphälische Konsistorium der Israeliten. ein* 1). Bereits in der Instruktion für die Rabbiner vom 15. März 1809 hatte die Behörde die ihr unterstellten Geistlichen zur Abhaltung der Konfirmation verpflichtet. (§11 der Instruktion.) Die Verfügung vom 26. April 1809 dehnte im Gegensätze zu Dessau2 * * * *) die Zeremonie auch auf Mädchen aus und setzte für diese das vollendete zwölfte Lebensjahr, für Knaben das vollendete dreizehnte Jahr als frühesten Termin fest. Trotz dieser Edikte scheint man in den Gemeinden des Königreichs der Einsegnungsfeier nur wenig Gegenliebe entgegengebracht zu haben. Daran scheint auch Heinemanns schriftstellerische Propagandatätigkeit wenig geändert zu haben. (Siehe unten. Fürst ist diese Schrift unbekannt geblieben.) Noch am 20. Mai 1813, also kurz vor Auflösung des Konsistoriums, ergeht ein Konsistorial-Erlaß, in welchem die Notwendigkeit dieses Aktes ausführlich begründet und seine allgemeine Einführung in ganz Westphalen angekündigt wird.8) Offenbar hatte man die früheren Erlasse, wie so manche anderen Verfügungen gar nicht beachtet. Demgegenüber wird die besondere Weihe, mit welcher Berlin die Feier vollzog, mehrfach hervorgehoben. Trotzdem muß die Bezeichnung »Reform- Zadig, später Jeromes Leibarzt (über denselben siehe S. 92, Anrn. 2 und unten), lebhaften Anteil nahm, im Aufsatz M. Freudenthals in der Monatsschrift 1893, S. 570 ff. Der Bankier Gans zu Cassel mag wohl identisch sein mit dem Löb Herz Gans, welcher unter den zehn Begründern des Casseler Israelitischen Krankenpflege-Vereins (begründet 1773) genannt wird. (Siehe die kleine Schrift »zur Fest-Feier des 100 jährigen Stiftungstages« Cassel 1874). Siehe auch die Casseler Steuerliste vom Jahre 1810, Nr. 45. s) Siehe Stern »Geschichte des Judentums von Mendelssohn etc.« S. 171 ff. l) Dort bestand sie nur für Knaben und nur da, wo es die Eltern forderten oder gestatteten (Philippson a. a. O. S. 188). s) »Wir werden also binnen kurzer Zeit die Konfirmation den Grundsätzen des in hebräischer und deutscher Sprache hier beiliegenden Religionsbekentnisses im wesentlichen angemessen, im ganzen Königreiche einführen und Ihnen die Art der Einführung mitteilen«.

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