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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 6 · p. Seite 679

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 6
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1913-01-01
Page
Seite 679 (sequence 14)
Language
German
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Eine unbekannte jüdische Sekte. 679 Von den Eigenschaften Gottes 2,2 ff! werden erwähnt: seine Weisheit, Güte und strafende Gewalt, dasselbe Trio, das in der rabbinischen Theekgie als הכמה מדת הדין מ׳ הרחמים ef~ scheint. »Gott liebte Weisheit und Einsicht, stellte sie vor sich auf; Klugheit und Erkenntnis bedienen ihn. Langmut ist bei ihm und Fülle der Verzeihungen ... aber auch gewaltige Macht und Zorn gar groß, die sich in Feuerflammen kund tun«. אל «הב דעת1) הכמה ותושויה :הציב לפניו ערמה2) ודעת [המד וחמה ־גדולה nwa» ישרתוהו ארך3 4 *) .אפים עמו ורוב סליחות . . ♦־וכה בלהביא) )אש♦ Es ist wohl kein Zufall, daß die Weisheit an der Spitze der göttlichen Attribute erscheint, denn mit den Worten »Gott liebte3) die Weisheit« soll gesagt sein, daß am Anfang alles Daseins die Weisheit da war, mittels welcher Gott alles leitet. Es ist sogar wahrscheinlich, daß unsere Schrift die Weisheit mit der Thorah identifiziert, wie schon Ben Sira tat, und viele nach ihm6)5, wenigstens *) Da במר דעת folgenden Satze vorkommt, so ist es wohl Hier zu streichend *)". NichtSchlauheit, sondern Klugheit, vgl. oben Tärg.Jer. übersetzt Gen. III, 1 ערים mit חבים; während Onkelos an dieser Stelle ערים hat, dagegen Gen. XXVII, 35. XXXiV, 13 sogar מרמה durch חוכמא »Weisheit« widergibt, was wohl aus Rücksicht auf Jacob und seine Söhne, denen er nicht Hinterlist zumuten wollte, zurückzuführen ist. Vgl: auch Gen. r. LXV zu XXVII; 35במרמה •'ביזבמת תלרתו :־. s) Abot V, 2: ארך אפים לפניו, wo aber vielleicht auch und nicht אךך gelesen weiden muß, vgl; oben z. St. Ober die Synonyme zur Bezeichnung der Güte Gottes; vgl. Bbusset*, Religion des Judentu ms 440. Auch an unserer Stelle sind Klugheit, Erkenntnis und Einsicht nur verschiedene Ausdrücke für Weisheit; wahrend Langmut und Verzeihung die göttliche Güte bezeichnen. 4) Ist Jes; LXVl, 15 entuomfflenv und der Text bedarf daher keiner Emendation; wonach Greßmann a a; Ö; 501 zu berichtigen ist. *) Nicht, wie irrtümlich übersetzt wird• »liebt«, denn es handelt sich nicht um das, was Gott tut; sondern um-das; was er am Anfang der Dinge getan: hat, als er die Weisheit zur:Richtschnur seiner Hand- Jungen erkor. *). Vgl. Bousset a. a. Or: 394 ffl, meine Haggädäb'bei den Kirchen» vätern S. 2׳ ff., wo diese Identifikation auch: in der rabbinischen Li״

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