Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Eine unbekannte jüdische Sekte
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 678 (sequence 13)
- Language
- German
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678 Eine unbekannte jüdische Sekte. die Verwendung einer biblisichen Phrase — Ezechiel XIV, 3 העלו ג^וי-יהם״■על לבם —* in uneigentlichem Sinne' vor. Der Abfall von der wahren Lehre der Sekte wird den Sündern als Götzendienst angerechnet* 1). Bezeichnend für die transzendentale Auffassung des Gbttesbegriffs ist die außerordentliche Scheu vor dem Tetragrammaton, das in der ganzen Schrift, auch in Zitaten aus der Bibel fehlt2). Ferner wird verboten, — 15; 1 — bei irgend einer Benennung Gottes 2u schwören, weil dies einer Profanierung Gottes gleichkommt. Gott ist so erhaben über alles Irdische und Weltliche, daß sein Name3 * * *; mit solchen Dingen nicht in Verbindung gebracht werden darf. Anfängen* an die Stelle, wohin man gehört; liegt, und endlich ist שב der in unserer Schr.ft für den Bundesschiuß der Sekte gebrauchte Aufdruck, und es ist ganz ausgeschlossen, daß er auch für dessen Gegenteil gebraucht werde. 1) In der rabbinischen Literatur wird häufig mit Bezug auf schwere Sünden der Ausdruck כאלו עיבד ע״ז »das ist so schlimm wie GÖtäeh dienst* gebraucht; vgl. z. B. Toseha B. kanima X> Ende - Zorn —; Tos. Ab. sara VI, 16 — Heuchelei —; das..— Nachsicht gegen unwürdige Schüler —; Sota 4 a — Hochmut —; Peß. 118 a ׳— Entweihung der Feiertage Niddah 13a — Onanie —; Sanhedr. 92 a — Lügen —; Arach. 15 a —־ Verleumdung—; Ket 11.68 a — Mangel an Wohltätigkeitssinn Jer. Ned. IX, 41b — zügellose Leidenschaft —; Semachoi fl, 11 — Diebstähl —;-Midiv Säm. .XXll'Ij־115 ׳— Herziosigkeit כ:פר ברח; Midr. Ag. 158 — Unfreundlichkeit gegen Proselyten. Es ist nicht ohne Interesse, zu bemerken, daß mit Ausnahme eines einzigen Falles, in al en diesen Stellen moralische, und nicht gesetzliche Sünden es sin d, weiche dem Götzendienst gleic hgestel It werden! *J Bezeichnend tür diese Scheu ist 5; 4 wo der Kopist erst schrieb; dann aber es iü"- 1יישע: »verbesserte«; um das Aussprecheu des verkürzten -Tetragramniato« ידו zu verhüten* Es sei zugleich bemerkt, daß Fragment A einfach י״י auslaßt — 7, 11; 7, 13; 11, 18; vgl. oben z. St. — während B es durch אל 8 '195 ־״-;s20; 19 -^ ersetzt* Dagegen liegt 9, 5; wo 7 8הוא zweimal für י״י sich findet, keine Umschreibung des Tetragrämmatoris^vorj wie ich z^Stu annahtrs, sondern ist eine alte:: Variante; da auehi Gbnesis: r. LV —־ soxschon in der ed; princeps! — הוא; anstatt יזי der Massorä hat;?) Und ebenso : sein offenbartes Wort; Daher י darf man auch nicht bei »der Thorah Moses« schwören.