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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 5 · p. Seite 613

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 5
Article
Die Schuldennot der jüdischen Gemeinde Metz
Date
1913-01-01
Page
Seite 613 (sequence 23)
Language
German
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Die Schuldennot: der jüdischen Gemeinde Metz (1791—1854). 613 wurde ihnen auch aus oben angegebenen Gründen auf Antrag des Herrn de Creil erlassen. 8. Di&Miete für den im Jahre 1619 begonnenen kontraktweise überlassenen Friedhof betrug 10 Met2er livres. Im Jahre 1737 wurde fragliches Terrain käuflich, erworben. 9. Der Leichentransport fand per Schiff statt, wofür natürlich Gebühren erhoben wurden. Die.Taxe für Israeliten war auch hier eine viel höhere als die für Christen. Und wollten die :Juden nicht manchmal 3—4 Stunden auf das Schiff warten, wie dies aus den an die Schöffen der Stadt gerichteten Klagen hervorging, so mußten sie sehr oft eine doppelte oder dreifache Taxe zahlen. 10. Für Beleuchtung und Unterhaltung der Synagoge (es gab deren 2 außer der Klaus) wurden gegen 1680 nicht weniger als 400 livres, und gegen 1750 von 900—950 livres verausgabt. 11. Für das Schlachthaus war gegen 1789 eine Ausgäbe von ungefähr 1500 livres nötig, 12. Für das Religionsbad, seine Unterhaltung, seine Reinigung und andere kleine Ausgaben 80—100 livres. 13. Für Neujahrsgeschenke, die ursprünglich freiwillig, später obligatorisch an die höchsten wie die niedrigsten Beamten verteiltwerden mußten, von dem Gouverneur bis zum Lohndiener, an Kirchen, Klöster, Pfarrer, Schöffen usw., und deren Unterbleiben verhängnisvoll für die Gemeinde werden konnte, wurden von 1785—1789 alljährlich mindestens 10 000 Franken verausgabt. 14. An den Geburtstagen des Königs, der Königin, des Dauphin mußten die Juden durch ihre besondere Freigebigkeit ihre Liebe und Treue zum Königshaus an den Tag legen, 15. Besondere Ausgaben verursachte den Juden die Ankunft eines Mitgliedes der königlichen Familie in Metz, oder die Geburt oder die Heirat eines Prinzen, oder eine Thronbesteigung. Da galt es für die Juden besonders splendid zu sein. (Vgl. nähere Angaben hierüber bei Abraham Gaben).

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