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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 5 · p. Seite 549

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 5
Article
Der Pentateuch-Kommentar des Joseph Bechor -Schor zum fünften Buche Moses
Date
1913-01-01
Page
Seite 549 (sequence 4)
Language
German
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zum fünften Buche Moses. 54? hinfällig geworden. Danach hat Ibn Esra seinen Pentateuch-Kommentar nicht, wie Grätz annimmt, 1166, sondern zwischen 1140—45 verfaßt, während wir Bechor Schors Geburtsjahr etwa 1140 und die Abfassung seines Kommen* tars etwa 1110—1180 nach Walter anzusetzen haben. Hingegen hat Bechor Schor sicherlich Ibn Esras Erklärungen, zum Pentateuch, ebenso wie diejenigen seines älteren Zeitgenossen Safnuel b. Meir (Raschbam) gekannt, was sich! aus einer Reihe neuer Beispiele ergibt18), und was um so leichter anzunehmen ist, als Ibn Esra auf seiner Reise nach London Nordfrankreich besucht haben muß. Daß Bechor Schors Kommentar 1170—1180, also teils während, teils nach den Judenverfolgungen durch Philipp August, den Sohn Ludwigs VII., angenommen werden muß, bezeugen noch außer den von Walter erwähnten Gedichten am Schluß verschiedener Wochenabschnitte Stellen wie V. 31, 17 und 33, 28. Über das Alter der Handschrift selbst bietet uns V. 4, 2 einen schwachen Anhaltspunkt. Daselbst ist als הגהה eine Erklärung des R. Jehuda b. Elieser s. A. angeführt, der sein kompilatorisches Werk Minchat Jehuda 1313 schrieb19). Die Erklärung findet sich merkwürdiger Weise nicht in 18) Auffallende Parallelen zwischen Bechor-Schor u. Ibn Esra sind: 10, 6; 13, 7; 20, 19; 28, 22; 30, 12—14; 33, 26; in 24, 20; 26, 17—19; u. 33, 6 wird Ibn Esra unter ,ויש מפר angeführt; zufällig können beide Erklärer übereinstimmen in 5, 3; 10, 20; 14, 18; 14, 21; 24, 15; 25, 18; 28, 3; 28, 6; 29, 28. Raschbam wird zittert unter והספד in 6, 9; unter ויש מפר׳ in 26, 17—19'; außerdem stillschweigend in 10, 6; 12, 23; 14, 23; 21, 23; 24, 8; 26, 5; 27, 20—25; zufällige Übereinstimmungen zwischen ihm und Bechor-Schor können :sein 2, 14; 4, 19; 4, 26; 10, 8; 14, 21; 15, 19—20; 16, 10; 23, 15; 23, 18; 24, 15; 25, 10; 28, 69; 33, 2. Der bei Raschbam in 15, 18 erwähnte ויש מפרש dürfte wohl Bechor-Schor sein; vergl. unsere Anm. z. St. ”) S. Zunz, Zur Geschichte und Literatur, S. 96; gedruckt in Da’at sekenim. vgl. Neubauer (Renan), Rabbins Franjais, S. 438,

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