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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 5 · p. Seite 530

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 5
Article
Die gegenwärtige Aussprache des Hebräischen bei Juden und Samaritanern
Date
1913-01-01
Page
Seite 530 (sequence 4)
Language
German
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530 Die gegenwärtige Aussprache des Hebräischen Der jemenitischen Aussprache am nächsten steht die t 2. hebräische Aussprache der p e r s i s c h e n J ud en in die auch die Aussprache der bucharischen Juden einbegriffen ist. In Persien tauchten Juden schon nach der Zerstörung des ersten Tempels auf, wie aus den Büchern Esra, Nehemja- und Esther, sowie aus den Elephantine• Papyri zu ersehen ist Auch in bezug auf die ältere Geschichte der Juden in Persien fehlen historische Dokumente. Sicher ist indessen, daß die Juden seitdem Persien niemals mehr verließen. Sie standen demnach ununterbrochen unter dem Einfluß der persischen Sprache, weichen aber doch in der Aussprache der hebräischen Konsonanten von der der persischen Sprache vielfach ab. Es fehlen nämlich die emphatischen Laute rr, & V, p, welche gleich ה resp. כ, n, כ ,א ausgesprochen werden. (Vgl. Tab. 2.) Wiewohl Persien an Babylonien grenzt und zwischen diesen Ländern immer ein sehr reger Verkehr war, blieben die persischen Juden,, hauptsächlich im Süden Persiens, von der babylonischen Aussprache unbeeinflußt. Die Umgangssprache ist persisch1). Der persischen Aussprache verwandt ist die: 3. der daghestanisehen Juden, Bergjuden, genannt.. In den kaukasischen Gebirgen wohnend, sollen sie nach ihrer eigenen Oberlieferung die Nachkommen der zehn Stämme sein2) — diese Tradition haben übrigens auch die jemenitischen und persischen Juden von sich. — Daghestan soll nach ihrer Angabe das alte «Madaj» sein. Ihre Umgangssprache ist ein persisch-tatarischer Dialekt, »Tati« genannt8). Jedoch sprechen sie auch geläufig Türkisch.. 1161—70. 1194 —95, 1664—69 des Wiener Phon.-Arch. und in den Walzen Nr. 34, 35 des Berliner Phon.-Arch. enthalten. *) Die pers. Aussprache ist in den Platten Nr. 1608—09, 1939, 1943, 1673—75, des Wiener Phon.-Arch. enthalten. *) Vgl. »ספר המסעות בארק קוק herausgegeben von Harkavy, Petersburg 1884, S. 33 ff. *) Das. S. 16. Einiges über diesen Dialekt und dessen Beziehung zum babyl.-talmudisclien Dialekt hat der Oberrabbiner von

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