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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 509

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1913-01-01
Page
Seite 509 (sequence 3)
Language
German
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Besprechung. 509 dent in alter Zeit. Neben DimaSkl (Sargon) fehlt דמשק. Nippur wird nur mit dem kargen Wort »Talmud« glossiert. Dieser soll aber ziemlich umfänglich sein, in unterschiedliche Traktate und Ordnungen zerfallen, und so wäre ein genaues Zitat hier wie anderswo recht sehr von Nöten gewesen. Sarsowsky notiert zu Machalliba, der von Sancherib genannten phönikischen Stadt König Lulis von Sidon, מחלף, Josua 19, 33., eine Stadt in Naftali. Aber das מ ist an dieser Stelle wohl מן, und חלב heißt sie. An sich wäre die Konjektur möglich, da assyr. p oder b im hebr. vor Vokal zu ם oder ב verschoben werden. Man erwartet dann aber Machalipa. Für pa und ba gibt es ja verschiedene Keilformen. Mithin ist Machaliba mindestens ungenaue Schreibung. Das hat aber bei fremden, phönikischen Eigennamen nicht so viel auf sich, und die Babylonier verwechseln wie die guten Sachsen p und b oft genug. Vielleicht liest man statt alu Machaliba: aluma Chaliba und vergleicht ,חלבד, Rieht. 1, 31., welche Stadt im Verein mit Sidon, Akko und anderen phönikischen Siedelungen vom Stamme Ascher nicht bezwungen, wenn auch vorübergehend zinsbar gemacht wird* *). חלבון oder Aleppo liegt zu weit von Sidon ab im Syrischen, um hier gemeint zu sein. Mätu Amurri (אמרי) wird nur aus Adr. und Abp. belegt, kommt aber auch bei Sancherib II, 55 und Kyros vor. — Anzuerkennen ist, daß außer den Quellen ln Wincklers tiansskribiertem Textbuch 1909 von Sarsowsky noch andere, ebenso bedeutsame, weniger bekannte mifgeteilt worden sind, die seiner Sammlung sehr zur Zierde gereichen, vor allem der freilich stark beschnittene Kyroszylinder. Der kommt wie gerufen zu den pindarisehen Hymnen jenes großen Unbekannten, den man schlecht und recht Deuterojesajas zu nennen gewohnt ist. יעבור שלום jubelt dieser (cap 41, 3) dem Helden zu, und »Frieden, Frieden« hallt es fröhlich wieder aus der Botschaft des Großkönigs, eine Verheißung köstlich wie ein erster Frühiingshauch und Sonnenstrahl in der winterlangen Nacht des babylonischen Elends: (v. 22) irubu salimisch, (v. 24) Ummaniia rabscfiätim ina kirib Babili ischätticha schülmanisch, (Meine Truppenmassen breitete ich friedlich in Babel aus), v. 25 und 28 ina schalimiim. Mit einem Schlage war in die vom ewigen Blutbad assyrischer und babylonischer Tyrannen aufgeregte und verängstigte asiatische Welt eine Erscheinung getreten wie gar nicht irdisch, ein milder, gütiger1), gnädiger Sieger, der nicht wie seine Vorgänger die Unglück- *) Vgl. hierzu jetzt die weiteren Ausführungen Sarsowshys im vorigen Jahrgang, S, 600fm M% Brm *) Diese Worte gebraucht Kyros selbst an dieser Stelle.

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