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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 504

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Erwiderung
Date
1913-01-01
Page
Seite 504 (sequence 4)
Language
German
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504 Erwiderung. sind noch lange nicht sö weit, den Anteil der Babylonier an den Werken der Tannaim feststellen zu können. Man denke nur an die Schule Hillels, Der Traktat Soferim hat uns jedenfalls eine uralte Tradition auf bewahrt, die auch mit der hohen Bedeutung der Sieben״ zahl in anderen alten und späteren Einrichtungen überein zustimm er! scheint (Vgl. die 7 ]אמרכלי im Heiligtum, die 7 ראשי כלה 7 ,טובי העיר, 7 אלופים noch in den Schulen der Geonim). Was das kleine Synhedrium betrifft, so zitiert Herr Karlin die Talmudstelle (jer. 1,1) und meint, daß man diese anders deuten müsse. Nachdem dort die Lehrmeinung Rabbis vorgetragen wurde, nach welcher bei Geldprozessen fünf Personen nötig seien, weil er die uralte Miscbna דיני ממונית בשלשה so deutet, daß die Majorität aus drei Personen bestehen müsse, wird nämlich die Frage R. Abbahus gebracht: ר׳ אבהו בעי וכרבי דיני ממונות בחמשה ושיגמור ד״דין בכ״ג. Die Frage ist für jeden verständlich. Versteht Rabbi unter שלשה eine Majorität von drei Gliedern, dann müßten Geldprozesse von Fünfrichterkollegien und Kriminalprozesse durch eine Majorität von 23 (also durch 45gliedrige Gerichtshöfe) entschieden werden? So wurde auch die Frage von hervorragenden Kommentatoren (Pene Mosche, Ridbaz, Mareh panim, s. die ed. Pieterkow) aufgefaßt. Herr Karlin will aber die Auffassung dieser Kommentatoren nicht gelten lassen und erklärt, daß das Wort בכ״ג (»in der Baraita« (!), wo es gar nicht steht) unbedingt ein Korruptel ist«, obgleich es auch in der Parallelstelle b. Sanhedr. 3b heißt:..ותהא כנהדרי קטנה צריכה ארבעים וחמשה כדי שיגמור הדין בשלשה ועשדי׳♦. Und warum? »R. Abbahu«, meint Herr Karlin »ist ein Forscher, den eine gefundene alte Tosifta ganz besonders erfreute, und von dem es daher unmöglich ist, daß er eine Baraita nicht gekannt haben sollte«. Unmöglich?! Was bei den größten Amoraim so oft vorkam, bei Rab und Samuel und R. Jochanan, warum sollte es denn bei R. Abbahu »unmöglich« sein? Da weiß schon der RSbM besser Bescheid, der Pesach. 101b sagt: שאין הבל בקיאי[ בברייתא וגם האמורא עצמו זימנין דלא ידע לה לההוא ברייתא עד דמייתי ליה. סייעתא . מיניה. Kommt es doch unzähligemal vor, was RSbM da sagt: (תניא כוותיה). Ich verweise ferner auf Raschi zu Chullin 13b und auf Weiß, Einleitung zur Mechilta, XXIV. Daß der Talmud die Tosifta oder die Mechilta hätte zitieren können, wird von den Kommentatoren (Mareh panim z. St.) bemerkt und'die Frage treffend beantwortet. »Endlich״, sagt aber Karlin, »kann von einer Majorität von 23 überhaupt nicht die Rede sein, da die Zahl in der Bibel nicht begründet ist, wie schon die Tosafisten (Sanhedr. 3b Stw.מסנהדדי) bemerkt haben: »R. Abbahu habe nur auf die Majorität von 70 Nachdruck gelegt«. Tossaphot .״rjgagen וי näpiliph-:;;(20■ ואי עשרים בגמר דין כתיב (עדד!'.שדפטת ועוזה מצלח.===׳

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