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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 371

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Die Judengesetzgebung Friedrich Wilhelms II.
Date
1913-01-01
Page
Seite 371 (sequence 11)
Language
German
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Die Judengesetzgebung Friedrich Wilhelms 11• 471 Weichling von der sonstigen Behandlung der Juden stellte nur die Entscheidung des Generaldirektoriums vom 5. Juni 1793 dar, die einen Juden zum Apotheker erhob, nachdem man schon vor zwei Jahren gegen den Willen des Berliner Oberkollegium medicum die Ausbildung eben dieses jüdisehen Lehrlings gestattet hatte1). (30. Juni 1794); Rönne und Simon S. 71 (31. Okt. 1794), Terlinden S, 281 f. (5. Januar 1795), vgl. hierzu allgemein Freudenthal S. 570 ff. Anderes betraf Häuserkauf Terlinden S. 147 (12. Februar 1792) und 144 (2. Mai 1793), Vorladungen ohne Erlaubnis weggegangener Schutzjuden, N. C. C. IX, 1794 Nr. 97, S. 2441 f., Terlinden S. 78, Geiger II, S. 172 (17. November 1794), Stempelung des Trauscheins, Terlinden S. 1251 (24. Dezember 1794). Ganz nebenbei seien noch di׳־ rabbinischen Gutachten erwähnt, die 1792, 1793 und 1794 über Eidesleistung, Testamentsrecht und Abfindung bei unehelichem Beischlaf erstattet wurden, s. Terlinden S. 160 u. 284 f,, Rönne und Simon S. 501 und 485. — Rönne und Simon S. 213 f. behaupten, am 9. August 1793 sei für die Juden in den Danziger Vorstädten Hoppenbrueb, Stolzenberg und Langfuhr ein Generalprivilegium und Reglement erteilt worden, auf das der eben ausbrechende Revolutionskrieg eingewirkt habe — natürlich in günstigem Sinne. Die Notiz beruht auf einem bösen Irrtum, da das genannte Privileg bereits unter Friedrich dem Großen 20 Jahre zuvor am 9. August 1773 herausge« kommen ist, s. N. C. C. Tom. V, 2. Teil. Berlin 1776, S. 497—540 (1773 Nr. 40). *) Geiger I, S. 141, II, S. 180. Wolf Davidson, Ucber die bürgerliehe Verbesserung der Juden, Berlin 1798, S. 116f. spricht wohl von demselben Fall, er nennt jedoch den Juden, der bei Geiger Eschwege heißt, Eschwa. Nach einer Mitteilung des Herrn Dr. Brann ist das letztere nur eine mundartliche Form des Namens. Was allgemein die Betätigung von Juden außerhalb des Handels anbelangt, so vgl. man Friedländer S. 19 Amn., S. 151 f., Feuerbrände VI, S. 125, Friedländer, Antwort der Juden in der Provinz Lothringen usw. Oktober 1791 : Vorerinnerung des Herausgebers der Berlinischen Monatsschr., S. 15 f.; an letzter Stelle S. 18 auch das Vorkommnis mit dem Apotheker, aber noch ohne die günstige Entscheidung des Generaldirektoriums, dessen Eingreifen S. 17 in einem anderen Falle zu Gunsten der Jaden gerühmt wird: es schritt nämlich, »ganz neulich« gegen die Berliner Kaufmannsgilde ein, die, da Juden aus ihr ausgeschlossen waren, bei einem Fabrikunternehmen die Aufhebung der Geschäftsgemeinschaft

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