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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 438

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
Date
1913-01-01
Page
Seite 438 (sequence 20)
Language
German
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438 Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. Stellungen entgegenzutreten.1) Diesen Versuchen, die Metaphysik der Philosophen mit der Maaße Merkaba und die Physik mit der Maaße Bereschit zu identifizieren, ist zuerst von R. Nissim und dann von seinen Schülern entgegengetreten worden.8) Da aber Keiner der Vorgänger auf die hier dargelegten Lehren des A. eingegangen ist, so glaubt Josef sich dieser Aufgabe unterziehen zu müssen.9) Wir stehen hier gewissermaßen vor einem Dilemma. Auf der einen Seite wird jeder, der nicht entweder denkunfähig oder von sophistischen Neigungen beherrscht ist, die Beweise des A., daß die höchste Glückseligkeit des Mensehen im Denken besteht, als unanfechtbar anerkennen müssen. Auf der anderen Seite soll es aber die Thora sein, durch die wir zur höchsten Glückseligkeit angeleitet werden. Wir müßten also entweder der von manchen der sogenannten jüdischen Weisen aufgestellten Behauptung zustimmen, daß die Thora und die Wissenschaft im Wesentlichen den gleichen Zweck erfüllen, was mit dem Glauben an die Göttlichkeit der Religion unvereinbar und auch in mancher anderer Beziehung bedenklich wäre, oder wir müßten unserer Vernunft Gewalt antun, indem wir den Beweisen des A. unsere Zustimmung versagen, was wieder mit der Würde der Religion unvereinbar wäre, die als das Höchste und unvergleichlich Erhabene im Menschen mit den ersten Denkmaximen und den aus ihnen sich ergebenden Konsequenzen nicht im Widerspruch stehen kann. Aus diesem Dilemma glaubt nun Josef folgenden Ausweg gefunden zu haben. Es ist richtig, daß die Thora mit den Philosophen darin übereinstimmt, daß der Endzweck des Menschen und seine Glückseligkeit in der Tätigkeit der das eigentliche Wesen des Menschen aus- *) More III, cap. 37 u. a. O. a) Damit ist in erster Reihe Chasdai Crescas gemeint. Vgl. Joel, Crescas, S. 4 und Note II. ») K. E. S. 19 a—19 b.

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