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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 433

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
Date
1913-01-01
Page
Seite 433 (sequence 15)
Language
German
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Die Familie Schemiob in ihren Beziehungen zur Philosophie. 433 weder in unserem Buche, <L i. in der Ethik, gegeben, noch hat er sich in einer seiner anderen uns erhaltenen Schriften mit dieser Frage beschäftigt. So bemerkt auch Averroös, Aristoteles habe zwar die Absicht gehabt, die Frage zu behandeln, ob wir imstande seien, die getrennten Intelligenzen und insbesondere die wirkende Intelligenz zu erfassen, er habe aber eine solche Untersuchung bei ihm nicht gefunden.1) Auf die Ansichten der späteren Peripatetiker, die bis auf Alfarabi, der in dieser Beziehung eine schwankende Stellung einnimmt, für die Unsterblichkeit der menschlichen Seele entscheidende Beweise glaubten gegeben zu haben, will Josef hier nicht eingehen. Dagegen will er die Frage erörtern, ob sich aus dem, was Aristoteles über den Endzweck und die Glückseligkeit des Menschen lehrt, auch ein Fortleben des Menschen mit Notwendigkeit ergebe. Nach Aristoteles vollzieht sich die Glückseligkeit des Menschen im Denken, wie sich die Glückseligkeit des Sängers im Singen vollzieht, weil die Glückseligkeit eines jeden Wesens in der Ausübung der ihm eigentümlichen Tätigkeit liegt, die dem Menschen eigentümliche Tätigkeit aber, die ihn zum Menschen macht, in der Tätigkeit seiner Vernunft besteht und die Tätigkeit der Vernunft das Denken ist.2) Das Denken ist auch die höchste aller ג) Die Stelle des Aristoteles, auf d*e Averroes sich bezieht, lautet (De anima III, 7. 431, b. 17): äpoc S’svSs^sTai ׳rcöv x,s)(G)pt0|/i- VO>V ׳U VOStV OVTQC OCUTOV fJLY) ttS)(O)pKJ[Jliv0V [ASYS'Ö’OIK^ $ OU <JXS77t£0V üffTSpov. Die Bemerkung des Averroes befindet sich in der Schriii über die *Möglichkeit einer Konjunktion«, die dazu bestimmt war, die von Aristoteles gelassene Lücke auszufüllen, Vgl. Munk, Melanges, S.437, 448 t; Renan, Averroes2, S. 148; Steinschneider HÜs. S. 191 ff. 2) K. E. S. 17 a. Vgl. Arist. Eth. N. I, 6. 1097, b. 22: W lg»6)£ (/.sv süSatptoviav tö cfcpiGrov Xsys&v öj/,o}o>you|xsv6v ti <patvsToet, ^091׳st׳ra.& S’svapYs^spov ׳rf' s<rav sti Xs£׳־9׳nva1. Ta^a Sri YSvoit’ qcv tout’, sl tö spYov toö ־av&p<i770u. &v%zp auV/iTij xoä aYal[/.0CT07 $>7701׳. cd 770cvtI 7, cd 0X00$ 03v Icnrlv lpY0v Tt xcd 7rp0^15, iv t<$ ^PY9 Soest tocy^ov elvat %cd ׳rd sx> 0öt<0 &o£stsv av xal av־0׳poi77ü), sftnrsp s<7Tt t6 £pY0v «ojtoö. Monatsschrift, 57. Jahrgang. 28

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