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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 4 · p. Seite 430

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 4
Article
Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
Date
1913-01-01
Page
Seite 430 (sequence 12)
Language
German
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430 Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. wenn auch freilich nur von der Seite seines Wesens aus. Ferner meinten sie, weil nach der Lehre von der Ewigkeit der Welt sich alles mit Notwendigkeit vollziehen soll, so kann sich die Providenz in der sublunarischen Weit nur auf die Gattungen und nicht auf die Individuen erstrecken, da, wenn die Welt ewig ist, kein Ding seine Natur ändern kann. Diese Argumentation, für die er bei A. keinen Anhalt findet, erkennt Josef nicht an; er tritt vielmehr mit aller Entschiedenheit dafür ein, daß die Ansicht des A. mit derjenigen übereinstimme, die von Maimonides an mehreren Stellen des Führers als die seinige dargestellt wird.1) Und doch wird man der auf eine Ehrenrettung des A. abzielenden Interpretation unseres Autors kaum seine Zustimmung erteilen können. Sie mag in dem Wortlaut der angeführten Stelle eine scheinbare Begründung haben; mit dem Geist der aristotelischen Lehre ist sie schwer vereinbar. Und so ist auch, von Alexander Aphrodisias angefangen, auf den Maimonides sich beruft,2)j seine Auffassung von alten und neueren Auslegern des A. geteilt worden. Auch nach Zeller ,fällt für A. die göttliche Fürsorge mit der Wirkung der natürlichen Ursachen durchaus zusammen.8) Eine spezielle *) K. E. S. 16 a. Vgl. More III, cap. 17, V, das. cap. 51. Ebenso äußert sich Josef in seinem Kommentar zur Ethik (vgl. Munk, Guide III, S. 140). Dagegen bemerkt er In seinem Kommentar zu Averroes* Schrift über die Möglichkeit einer Konjunktion, Pharao sei der Ansicht des Aristoteles und seiner Anhänger gewesen: שהתחלת הכל בלתי יודעת דבר מהפרטים ואינה משגחת עניני הפרטים, daß das Urprinzip des Universums nichts von den Einzeldingen wisse und daß seine Providenz sich nicht auf die Individuen erstrecke (Steinschneider, Monats- Schrift 32, S. 463, Anm. 9). Auch Josefs Sohn, Schemtob, spricht in seinem Morekommentar zu III, cap. 18 seine Verwunderung darüber aus, daß sich M. für seine Ansicht über die Provideaz auf Alfarabi berufe, während doch Aristoteles in der Ethik ganz dasselbe lehre, wofür er als Beleg die hier behandelte Stelle fast gleichlautend mit ״der Übersetzung seines Vaters anführt. s) Munk, Guide III, S. 116, Anm. 1. *) Die Worte: &£ y&p £7c1(jlsXsvx t&v dtvdpcomvcov ötcö

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