Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
- Date
- 1913-01-01
- Page
- 419 (sequence 1)
- Language
- German
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Me Familie Scbemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. Von Jakob Guttmann. (Fortsetzung und Schluß.) In seiner Verteidigung der Wissenschaft beruft sich Josef auf die Gaonim, die den Nutzen der von den nichtjüdischen Weisen überlieferten Wissenschaft anerkannt und sich mit ihr vielfach beschäftigt hätten, wie z. B. der Gaon S aad j a und der V erfasserder »Herzenspflichten« mit der Philosophie, wenn auch beide zum Teil der Weise der Mutakalimun zuneigten1). Ziemlich häufig wird von ihm Gersonides erwähnt, den er aber meistens nur anführt, um ihn zu widerlegen2). Einmal wird im Kebod Elohim Chasdai Crescas genannt, auf dessen Widerlegung der Ansicht, daß der Endzweck des Menschen im Erfassen der Vernunfterkenntnisse bestehe, sich sein Vater gestützt habe3). Aus der philosophischen Literatur der Araber wird im Kebod Elohim einmal Ibn Tofail als Verfasser des wertvollen Buches Hai ben Joktan und Ibn Al-Cayeg (Abu Beer Mohamed ben Ya’hya, genannt Al-Cayeg, gewöhnlich Ibn-Badja) als Verfasser des Buches über »die Lebensführung des Einsiedlers«* *) genannt5). Von Alfarabiwird die Schrift über den Intellekt angeführt, in der er die Fortl) K. E. S. 27 b. s) Steinschneider a. a. O. S. 474. Vgl. auch K. E. S. 16 a. Die dort zitierte Stelle aus Milchamot Adonai I, cap. 4 ist so korrumpiert, daß sie ohne Vergleichung mit dem Texte völlig unverständlich ist. *) K. E. S, 4 b. Vgl. oben S. 184. *) Vgl. die Analyse dieser Schrift bei Munk, Meianges, S. 389 ff. =־) K. E. S. 14 b. 27*