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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 3 · p. Seite 331

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 3
Article
Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
Date
1913-01-01
Page
Seite 331 (sequence 6)
Language
German
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Die Familie Scbemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. 331 punkt des Philosophen in diesem Buche, daß der Endzweck des Menschen im Erfassen der Vernunfterkenntnisse bestehe, der Anschauung des M., so bekennt sich der jüdisehe Gelehrte dagegen zu dem Glauben an den Gott Abrahams, den er als solchen bezeichnet, weil er zuerst dem Abraham offenbart wurde und dann ein Kennzeichen des ihm entstammenden Geschlechts geworden ist, wie die menschliche Kraft als ein Kennzeichen des Menschengeschlechts anzusehen ist. Durch dieses für die Thora und die Prophetie besonders veranlagte Geschlecht ist die Lehre von der Zeitlichkeit der Schöpfung und von der Veränderiichkeit der natürlichen Dinge in der Welt verbreitet worden. Der jüdische Gelehrte bekämpft die Ansichten der Philosophen, denen, da sie der Belehrung durch die Propheten, durch Zeichen und Wunder entbehrten, die Glaubenslehren begreiflicher Weise unbekannt geblieben seien1); er tritt für die Gebote der Thora, für den Glauben an Paradies und Hölle im herkömmlichen Sinne ein2) und zeigt, wie Gott an der Erfüllung der Gebote Wohlgefallen habe und die Menschen von den ihre Seele befleckenden Übertretungen fernhalten wolle8). An dieses Buch, das dem Sinne seiner Zeitgenossen leider so fern liege, sollten diejenigen sich halten, die Gott in Wahrheit dienen wollen4). Schemtob beruft sich auf den Gelehrten im Kusari dafür, daß die Lehren der Philosophen über die getrennten lntelligenzen und ihre Identifizierung mit den Engeln nicht auf zwingenden Beweisen beruhen5) und daß in der Welt nicht der Zufall walte, sondern alles sich in planvoller *) Kusari 1, 63. a) Das. I, 5, S. 32 (ed. Cassel); III, 21, S. 229. *) Das. III, 11 u. a. O. *) Emunot II, 4, s, 16 a: והרוצה לעבוד את אל ר,יו יחשוק בספר ההוא t אשר הוא רחוק מלב אנשי הדורות ד,אלה בעונות, בי עליהם נאמר ברוח הקדש הכל סרו הכל סנו ובו׳. ‘) Das. IV, 1, S. 26a; IV, 3, S. 27b. Vgl. Kosari IV, 25.

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