Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 3 · p. Seite 330

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 3
Article
Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
Date
1913-01-01
Page
Seite 330 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
81% known words query
IRI
…/2829132-2829851-2829855-2892197--40455-2892291
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

330 Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. mit den Grundlehren der Thora in Widerspruch setzen würde; aber ihre Identifizierung mit den Engeln glaubt er als den Lehren der Schrift und der Tradition widerstreitend zurückweisen zu müssen* 1). Wer die Engel mit den getrennten Intelligenzen identifiziert, der muß, da diese ja sinnlich nicht wahrnehmbar sind, annehmen, daß die Erscheinungen der Engel bei Abraham und Lot Traumgesichte gewesen seien, und daß alles, was von den Vorgangen in Sodom berichtet wird, in Wirklichkeit gar nicht geschehen sei. So leugnet auch M. zwar das Vorhandensein von Engeln nicht, aber sie erscheinen nach ihm dem Menschen nur im Traumgesicht, weil es zwischen der ersten Ursache und den Sphären keine anderen Wesen als die diese Sphären bewegenden Intelligenzen gibt2). Im Gegensatz zu den von ihm mit solcher Entschie״ denheit abgelehnten Anschauungen des Maimonides weist Schemtob mit volleT Zustimmung auf die vom wahren Geist des Judentums eingegebenen Lehren hin, die, auf den den ChazarenkSnig bekehrenden R. Isak Sangari zurückgehend, von dem spanischen Dichter Jehuda Halevi im Kusari vorgetragen würden3). Entspricht der Stand- ») Das. IV, 1, S. 24b f. 1) Das. IV, 19, S. 45 b ff. Das Kapitel schließt mit einer Berufang auf Piatos Ideenlehre (S. 47a): ובשם אפלטון מצאתי שיש צורות דקות אינן מוחשות דקות פועלות, וכתב אחד כי לדעת התורה הם אשר יכנעו אל נפש האדם ושיהיו נשמעות אל השבעות בני אדם ודבורו וכוי. ווה מרת הנמנע למורה הנבוכים וחביריו בעדות ספריהם, ואין תורתנו צריבה חיווק כי מרחקיה יאבדו והאל יתברך יקרבנו אליה. (Vgl. IV, 2, S. 27b). Vielleicht ist hierbei an die von Plato wohi nicht ganz ernst gemeinte Lehre von den Dämonen zu denken. Vgl. Zeller, Philosophie der Griechen II, 1*, S. 932. s) Das. II, 4, 15b: אך בפרק וה רצוני להעיד ולומר שבכר קדמני רבי יצחק הסננרי דל חבר למלך אלכורי המתגייר על ידי ההבם הוה וה במה שנים בארץ תונרמה בידוע ממקצת כתבים, והחכם הזה מצאנו תשובותיו החמודות חכמותיו המורות על חכמתו הנדולה בתורה ובקבלה ובכל הבמות בניינן מפוזרות בלשון ערב. והחכם רבי יהודה הלוי וברו לברכה הפייטן הספרדי מצא אותם וחבר ספר מהם בלשון ערב כאשר היו והועתק ללשוננו ובו׳.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.