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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 2 · p. Seite 207

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 2
Article
Jakob Polak, der Baal Chillukim in Krakau und seine Zeit
Date
1913-01-01
Page
Seite 207 (sequence 12)
Language
German
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Jakob Polak, der Baal Chillukim in Krakau, und seine Zeit. 207 In den nächsten Jahren finden wir Jakob Polak im Heiligen Lande, wo er sein Leben beschloß1); seine Lehrtätigkeit und sein System ging in Polen auf große Meister wie Moses Fischei, Schalom Schachna und dessen Schüler Moses Isseries über. War es der schändliche Prozeß, der den Meister gezwungen hat, Krakau zu verlassen, oder ist er aus eigenem Antriebe nach dem Heiligen Lande aus* gewandert? Das bleibt für uns ein Geheimnis. * * * Die Nachfolger Perez auf dem Rabbinatsstuhle der böhmischen Gemeinde kennen wir nicht, wir wissen nur,» daß der Posten bis zur Hälfte des 16. Jahrh. besetzt war da die uns bekannten Rabbiner die Ernennung nur zu Rabbinern der polnischen Gemeinde erhielten. So wurde durch königliches Dekret vom 30. Juli 1532 an Stelle des verstorbenen Ascher Lemel, Dr. Moses Fischei er* nanni*). Wir kennen die Familie dieses Mannes, seinen Großvater Moses, seinen Vater Franczek, seine Großmutter, die berühmte Rasska, und seine Mutter Chwalka (Falka). Seine ganze Familie stand in Geschäftsverbindung mit dem königlichen Hofe. Rasska, Franczek und Chwalka waren von der gewöhnlichen Jurisdiktion eximiert und zu Hofdienern ernannt8). Zwei Oheime Dr, Moses Fischeis waren Rabbiner, kein Wunder, daß er das Rabbiner-Amt erhalten hat. ג) Schon im Jahre 1522 approbiert er das Werk ברכו! אברהם. und zeichnet איש ירושלים, siehe Wettstein: לתולדוה ישראל וחכמיו בפולין, s, 11—12. י) RJA. III, Nr. 147. Praefectio Moysi Fischei doctoris in seniorem Judaeorum cracoviensium. s) Daß Moses Fischei Franczeks (Efraitn) Sohn war, ergibt sich aus Inscr. cast. crac. S. 515:, Datum est vadium personale inter Abraham Bohemum ab una et Moysen doctorem filium Franczek*, das.: Moyses doctor, Francisci, Judaei Filius. Seine Mutter hieß Chwalka (Bersohn: Dyplomataryusz Nr. 466) und war Dienerin der Königin Bona. (Siehe den Stammbaum der Fischei.)

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