Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 57 (1913)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 180 (sequence 4)
- Language
- German
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180 Die Familie Schemtob in ihren Beziehungen zur Philosophie. stellt sich uns als eine förmliche Kriegserklärung gegen die »griechische« Wissenschaft und besonders gegen die Anhänger der aristotelischen Philosophie dar. Umso auffälliger muß uns eine Ausführung erscheinen, mit der er seine Schrift eröffnet, und die sich, seiner Grundtendenz widerstreitend, wie schon sein Sohn Josef bemerkt1), ganz im Gedankenkreise der aristotelischen Philosophie bewegt, ln der Wissenschaft und Erkenntnis, so heißt es da, besteht die Vollkommenheit des Menschen. Darin stimmen die Propheten und die Weisen der Völker miteinander überein, wie es sich auch als eine notwendige Forderung der menschliehen Vernunft ergibt. Wenn wir nämlich alle vorhandenen Wesen erforschen, so finden wir, daß die Vollkommenheit in der Wissenschaft und Erkentnis besteht und denjenigen zukommt, die diese besitzen. Ist doch Gott selbst nichts anderes als Wissenschaft und Erkenntnis, denn er ist, wenn er auch unerkennbar ist, das Wesen der Wissenschaft und שהשיג החכם ר, משה אלאשקר דל על מד, שכתב רבי שם טוב בספר האפונות שלו ננד הרטבים <יל), die auch als besondere Schrift verbreitet wurde. Beide Schriften, die des Vaters wie des Sohnes, sind überaus nachlässig und unkorrekt abgedruckt und darum mitunter sehr schwer verständlich. Die Schrift Emunot ist unvollendet geblieben. Am Schluß S. 111 b heißt es: ,ועוד ארחיב ביאור במקומו בעיה כי לא באנו עתה לזד. Dazu bemerkt der Herausgeber: לא נמצא מזה השער יותר ולא מהספר הזה 3י לא השלימו הרב המחבר זיל• Ebenso berichtet der Herausgeber der Gegenschrift des Moses Alaschkar in der Vorrede: שלא זכה להשלים חכמתו, כי ממה שנתאמת אצלנו מסי אנשים רבים שראו החבור הזה ספר האמונות -כולם נמצאו חסרים בסופו י) Kebod Elohint, S. 30a. Josef meint allerdings, daß sein Vater die nikotnachische Ethik nicht gekannt habe, sondern auf die mit Aristoteles übereinstimmenden Gedanken und Argumente selbständig gekommen sei. Ich halte das aber für nicht wahrscheinlich, auch schon aus dem Grunde, weil dadurch der Widerspruch mit seinen sonstigen Anschauungen noch auffälliger erscheinen würde. Vielleicht hat Schemtob diese Gedanken nicht ans Aristoteles selbst geschöpft, sondern durch Vermittlung anderer Autoren kennen gelernt. Ethische Schriften werden ja von ihm auch erwähnt, S. 2 a: ,וחברו ספרים בזד קראום ספרי הפדות,