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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 2 · p. Seite 164

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 2
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1913-01-01
Page
Seite 164 (sequence 12)
Language
German
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164 Eine unbekannte jüdische Sekte. zuzufügen, wie sie verbietet, durch Sklaven — 11, 12 —י. irgend welchen Dienst versehen zu lassen. In voller Übereinstimmung mit der Halachah befinden sich die Vorschriften — 11, 9 bis 11 — über »das Tragen« an Sabbath. Verboten ist das Hinausbringen aus dem Hause nach der Straße, beziehungsweise das Hineinbringen von der Straße nach dem Hause. Das Buch der Jubiläen ־־ II; 30— dagegen spricht vom Verbote, von einem Hause ins andere zu tragen, was nach der Halachah gar nicht verboten ist1־). Auch hierin stimmt unsere Schrift mit der Halachah überein, daß es das Verbot des Tragens auf die private Sackgasse מבד ausdehnt, was nach der rabbinischen Überlieferung biblisch gestattet ist; von den Sadduzäern und Samaritanern wurde dieses Verbot auch wirklich nicht an״ erkannt2). Zur Ergänzung des Verbots über das Tragen; werden zwei spezielle Fälle erwähnt, und zwar solche,, die auch in der Mischnah besonders besprochen sind, weil sie genau genommen nicht als »Tragen einer Last« bezeichnet werden können und daher auch nur rabbinisch verboten sind. Der erste Fall betrifft das Tragen von Parfüm סמנים, das eigentlich zur Toilette, besonders zu der der Frauen, gehört3), weswegen es biblisch gestattet ist, die Rabbinen jedoch verboten es — Sabb. VI, 3 — weil4) man sich vergessen und das Parfumfläsch- ג) Tosefta Sabb. I, 3; Talmud Sabb. 6a; sogar das Tragen von einem Hause ins andere durch die Straße ist nur rabbinisch verboten,, Sabb. a, a. O« 2) Vgl. weiter unten. 8) ln der Mischnah, Sabb. VI, 3 wird von diesem Falle nur in Verbindung mit der Frau gesprochen, während beim Manne Parfüm nicht zur Toilette gehört und daher biblisch verboten ist; da« gegen spricht unsere Schrift vom Manne, vielleicht deswegen, weil dieselbe bei den meisten Sabbatgesetzen die Formula אל . . ♦ איש ge־ braucht. Möglich auch, daß der von der Mischnah gemachte Unterschied darauf beruht, daß die Pharisäer gegen den Gebrauch des, Parfüms beim Manne waren, vgl. Geiger, jüd. Zeitschrift Vi, 105—121., 4) Sabb, 62a.

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