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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1913-01-01 · Heft 2 · p. Seite 138

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
57 (1913)
Issue
Heft 2
Article
Christliche Talmudforschung
Date
1913-01-01
Page
Seite 138 (sequence 10)
Language
German
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13S Christliche Talmudforschung. falsche Urteile, wie wir sie bei Boltzmann gerügt haben, bei Beer nicht berühren werden, ist selbstverständlich. Was bedeuten jene Irrtümer und Vorurteile im Vergleiche zu den dem praktischen Judenhaß1) entlehnten und ihm dienenden Beschuldigungen, die Beer wiederholt? Wo der Bär abzuwehren ist, da achtet man nicht der Gelsenstiche, 1. Wie ein roter Faden durchzieht das Buch das zum eisernen Bestand des Judenhasses gehörende alberne Märchen von der Weltherrschaft und der Weltmacht der Juden« »Denn mit dem Gedanken der Freiheit verbindet sich für ein jüdisches Gemüt von damals wie von heute sofort der Gedanke der Herrschaft«2 *). Dies soll besonders im Pessachfest zum Ausdruck kommen. Denn »beim Paschafest feiert über die Trümmer vernichteter und unterjochter Völker8) hinweg der im Nomadismus wurzelnde Freiheits- und Herrschaftstaumel der Juden, des zähesten und patriotischsten aller Völker, seine Orgien«4). So der Judenhaß. Daß er nicht die Wahrheit spricht, daran sind nur die verdammten Tatsachen schuld, die, wie zum Trotz, immer das Gegenteil von dem besagen, was die Judenhasser behaupten. Was kann denn Beer dafür, daß in der Pessachliturgie kein einziges Wort steht, das ג) Nennen wir doch das Kind bei seinem ehrlichen und rechten Namen! »Antisemitismus« und »Antisemiten« sind konventionelle Lügen, erfunden zu einer Zeit, wo man sich des Judenhasses schämte. Ein klassisches Zeugnis dafür ist die Beteuerung P. de L a g a r d e s »Antisemiten, nicht Judenfeinde, sind wir«, Mitteilungen II, S. 329• Heute aber, wo Pogromstiftung mit Nobilitierung gelohnt wird, gibt es keinen »Antisemitismus«. 2; S. 2. *) Was soll dieser Unsinn? Wer hat diese Völker vernichtet und unterjocht? Daß die Juden es getan haben, wird doch B. kein Mensch mit gesunden Sinnen glauben. Aber »es bleibt immer etwas hängen«. 4) S. 109, mit Berufung auf Somhart!

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