Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 56 (1912)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Isaak Halevis Zitate
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 696 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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696 Isaak ־,Halevis Zitate. Platz sparen? Er ist doch sonst in seiner Polemik so breit und wiederholt bis zum Überdruß Dinge, die er schon zehrtmal gesagt hat, in der Hoffnung, daß der Leser sie allmählich glaubt und sie durch die Wiederholung richtiger werden. Daß aber Alexandra, diese mächtige Königin, die unter der Leitung der Pharisäer die höchste Blüte des Landes herbeiführte, den fremden Herrscher durch Bitten und Geschenke zum Abzug bewegen mußte, das paßt Herrn Hälevi nicht, und was ihm nicht paßt, das braucht er nicht zu erzählen. Und so etwas nennt sich דברי הימים לבני ישראל, eine Geschichte Israels. Und nun zum Schlüsse noch ein einziges Zitat, wobei wir den Text des Josephus in möglichst wörtlicher Über- Setzung und die Übersetzung Halevis nebeneinanderstellen wollen. Es handelt sich um die rührende Szene, in der die sadduzäischen Offiziere ־ihre Königin um Schutz anilehen (Arit. XIII, 16, 2. § 411 ff.). Sehen wir, was Halevi (S. 523) daraus macht: Josephus: .. . bis die Mächtigen in den Palast kamen und mit ihnen Aristobul, denn er fand das Geschehene offenbar unerträglich, und es war klar, daß er, sobald sich ihm die Gelegenheit böte, nicht seiner Mutter willfahren würde. Halevis Zitat aus josephus: Die Häupter der Sadduzäer und Aristobul gingen zur Sie erinnerten (sie) daran, wie oft sie solche Gefahren glücklich überstanden, um ihre Worte zu reden. Aristobul sagte ausdrücklieh, daß er gegen alle Taten, die geschehen seien, wäre und daß er, sobald es in seiner Macht läge, bereit sei, ein Ende zu setzen allen Wegen seiner Mutter in der Regierung. Und die Sadduzäer baten die Königin, da sie wüßte, daß sie Männer seien, die