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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 619

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 5
Article
Die Juden in der Marienlegende
Date
1912-01-01
Page
Seite 619 (sequence 8)
Language
German
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Die Juden in der Marienlegende. 619 tionsTest, in Flammen aufging. Darüber schreibt die klerikale Zeitschrift »Der Tiroler« •in ihrer Nummer vom 8. September 1910: »Am 15. August d. J. wurde das große Hotel arh 1Karersee ein Raub der Flammen, und immer lauter hören Wir in der ganzen Umgegend den Ruf: »Das war eine Strafe Gottes!« Mehrere Hunderte von Fremden hielten sich zur Sommerszeit in jenem Hotel auf, unter denen eine ־große Anzahl dem Volke Israels entstammte. Schön länger soll eine Sippe dieser Fremden (aus Juda-Pest?) gerade den 15. August, das Fest Mariä Himmelfahrt, benützt haben zur Verhöhnung der Marienverehrung. Besonders arg wurde - dies ■am 15. August 1909 getrieben, wo dieses fremde Gelichter sich erfrechte, in biasphemischer Weise eine Spott- Prozession zu halten auf die Himmelfahrt Marias. Es würde nfmlich eine »Dame« in Prozession um den Karersee herumgetragen, und bereits hatte diese nämliche Gesellschaft beschlossen, heuer zur Verhöhnung der Krönung Mariens, eine solche Dirne am 15. August auch noch zu krönen. Aber die Langmut pottes scheint zu Ende gewesen zu ׳seip; es griff eine höhere Macht ein und setzte djesem empörenden Frevel selbst die Krone auf, die fürchterliche Feuerkrone, unter der am selben Feste, dem 15. August 1910, das ganze Hotel am Karersee, das solche infame ׳•Lästerer in seinen Mauern barg, bis auf den Grund zusammenbrannte. Daß die Verwaltung dieses Hotels oder das Dienstpersonal über diesen Skandal nicht besonders informiert worden sei, wollen wir gerne zugeben. Wie zahllos die' Gnadenerweise Märiens sind gegen die Verehrer, •׳so weist auch die Geschichte kauhä auf einem Gebiete zahlreichere Beispiele göttlicher Strafgerichte auf, als wann •gef1;evelt wurde gegen die seligste Gottesmutter; Hier haben wir ein neues Beispiel dafür. Möchte diese Flammehschrift unvergeßlich bleiben, daß Gott seiner und se|ner hoch- ^ebenedeiten Mutter nicht spotten läßt.«

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