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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 615

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 5
Article
Die Juden in der Marienlegende
Date
1912-01-01
Page
Seite 615 (sequence 4)
Language
German
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Die Jaden ia der Mariealegende. 615 denken, wo man sie alle verbrannt hat. Gott helfe de.® armen Christen, der einem jüdischen Arzte in die. Hände fällt, »rie es zu Hall.In Hessen geschehen ist. Pfefferkorn hat eingestanden, wie er ein Arzt gewesen, da haben sie mit ihm dreizehn Christen getötet, indem sie ihnen statt eines Syrups Gift gaben. Das sind lauter Wahrheiten, wenn die Juden auch ihre .Übeltaten ableugnen. Viel Papier wäre nötig, ihre Schandtaten noch weiter zu beschreiben. Mein Vornehmen war nur, die Geschichte zu erzählen, wie sie das Mutter- :gottesbild so schändlich entehrt haben. Dagegen möge ein jeder beachten, wie die Mutter Gottes alle die stärkt, die ihr dienen. Keinen verläßt sie hier und dorten, wie den Schmied hier, der im Himmel und auf Erden Ehren hat. Diese Historie soll billig lehren, Daß wir die schnöden Juden meiden, Und solche Stücke nicht von ihnen leiden, Sondern für Mariam fechten, Mit Leib und Leben darum rechten, Sie ist das Kleinod hie auf Erden, Dadurch wir müssen selig werden. Amen. Das Gedicht des Pamphilus von Gengenbach behähäelt die Vorgänge in ganz ähnlicher Weise, nur mit ändern Worten ünä Reimen, aber so daß die Abhängigkeit des einen vom andern unzweifelhaft ist. In seiner Ausgabe der Gedichte des Pamphilus Von Gengenbäch beklagt Göeäfefce1), daß es Iftiin nicht geglückt sei; irgend eine Notiz über deh Vorfall selbst aufzufinden, um aus der Art, wie der Basler Dichter den aus seiner Quelle geschöpften Stoff behandelt hat. Schlüsse auf seinen poetischen und meriSchlicheh Charakter zu gewinnen*). Klassert weist nach, daß Gens) Pamphilus Gengenbach. Hrsg. v. Karl Goedeke. Hanover: ,ü Rämpler. 1856. f) Ebenda. Seite 557. v ' ׳«־

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