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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 585

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 5
Article
Eine talmudische Studie über Wiederholung des Gebets und Ersatzgebete
Date
1912-01-01
Page
Seite 585 (sequence 5)
Language
German
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des Gebets und Ersatzgebele. 58§" das in seinem Wortlaut festgesetzte« Gebet muß בלשון תחנונים »als flehentliche Bitte« vorgetragen werden; ein dritter : כל שאינו יכול להדש בה דבר, wer des Gebet als eine feststehende Formel mit seinen Lippen heruntersagt, heute wie gestern, mit seinem Herzen aber so wenig dabei denkt, daß er auch nicht ein Wort aus seinem Innern hinzuzufügen weiß, dem ist es zum קבע geworden. Im j. Berachot 8a wird noch erläuternd hinzugefügt, ובלבד שלא יהא כקורא באיגרת, das Gebet darf nicht wie ein Brief gelesen werden, d. h. es darf nicht als etwas »Feststehendes« und Gegebenes zuna Lippenwerk werden. Auch die Lehrer der späteren Zeit haben treffliche Worte über die Art, wie man beten müsse. Maimonides (Tefillah 4, 15 u. 16) schreibt: בל תפלה שאינה ככוונה אינה תפלה »Ein Gebet ohne Andacht ist kein Gebet; wer ohne Andacht gebetet hat, muß nochmals mit Andacht beten; wer unruhig in seinem Herzen ist, der bete nicht, bis er die erforderliche Herzensruhe gefunden hat. Wie muß aber die Andacht beschaffen sein? Das Herz sei frei von allen störenden Nebengedanken, und es sei einem, als ob man vor der göttlichen Majestät stünde.« Im Moreh 3, 51 schreibt er: »Wenn du beim Gebet deine Lippen bewegst und dein Angesicht gegen die Wand wendest, mit dem Herzen aber an deine Geschäfte denkst, oder wenn du in der Thora liest und mit dem Herzen über den Bau deines Hauses sännest, ohne zu erwägen, was du liest, oder wenn du ein Gottesgebot übst und dabei deine Glieder bewegst, wie einer, der den Erdboden umgräbt oder Holz im Walde fällt, ohne zu denken an den, der dir diese Übung aufgetragen, und nicht an die Absicht, die er damit verbunden hat: so glaube ja nicht, daß du damit irgend etwas erreicht hast, dann gehörst du vielmehr zu denen, von welchen Jeremia (12, 2) sagt: Nahe bist du ihre«! Munde, aber fern von ihrem Sinn;« Innige und herzliche Worte über das Beten liest man

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