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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 5 · p. Seite 561

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 5
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1912-01-01
Page
Seite 561 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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Eine unbekannte jüdische Sekte. 561 verständlich, wenn man die zu וכל העצים gegebene Erklärung berücksichtigt; hölzerne, steinere und irdene Gefäße werden alle durch Berührung mit unreinen Dingen ersten Grades, אב הטמאה, verunreinigt, im einzelnen jedoch unterscheiden sie sich von einander. So z. B.1 2) können hölzerne Gefäße durch ein Tauchbad wieder rein werden, wogegen irdene Geschirre כלי חרם nie wieder rein werden, sobald sie einmal unrein geworden sind. Unser Verfasser bemerkt daher -*gemäß den Vorschriften über ihre Unreinheit sind sie unrein«. 12, 17—18: יכל כלי מסמר ... יטמא.. S. übersetzt: »Jedes Gefäß, jeder Nagel oder Pflock« und findet in diesem Satze eine der Halachah widersprechende Ansicht, da nach dieser Nägel oder Pflöcke, die an der Wand befestigt sind, nie unrein werden, so wenig wie die Wand selbst, an der sie befestigt sind*). Jedoch liegt keine Veranlassung vor, eine Differenz zwischen der Halachah und unserem Fragment zu statuieren, es sei denn, daß man die zweite von mir zu Zeile 15 gegebene Erklärung akzeptiert, in welchem Falle natürlich unser Verfasser die Halachah von מחובר nicht gelten lassen kann, da ja קרקע selbst unrein wird. Man übersetze: »und jedes Gefäß, das aus einem Nagel oder einem Pflock, der an der Wand gebraucht wird, hergestellt wurde .. . ., soll unrein sein«, und dies ist auch die Ansicht der Halachah, wie aus der Mischnah Kelim XI, 3; XII, 5 hervorgeht. 12, 18: בטמאת אחד בלי מעשה. Warum S. בטמאת in כטמאת ändert, ist nicht klar, da יטמא בטמאת ganz richtig ist; ein »Werkzeug«, כלי מעשה, ist an und für sich nicht unrein, daß man כטומאת כלי טעי sagen könnte wie 1) Außerdem gibt es noch eine Anzahl Dinge, in denen sich diese Unreinheiten von einander unterscheiden. 2) Vgt. übrigens Kelim XII, 4, wo die Ansicht R. Zadoks zitiert wird, die von der allgemein akzeptierten ab weicht, und die mit der unseres Autors sich vereinigen läßt, falls unter מסטר ein Nagel zu verstehen ist, der auch sonst verwendet wird. Monatschrift, 56. Jahrgang. 36

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