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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 4 · p. Seite 421

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 4
Article
Eine unbekannte jüdische Sekte
Date
1912-01-01
Page
Seite 421 (sequence 5)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829843-2829848-2891580--39705-2891635
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Eine unbekannte jüdische Sekte. 42t gegen diese Auffassung; denn bezöge sich auch diese Vorschrift, wie die vorhergehende, auf das rituelle Bad einer Person, dann hätte unser Autor sicher gesagt אל יררץ כמי כלי. Nun bedeutet in der halachischen Terminologie טהר das rituelle Reinigen von Gefäßen1 *), während רחץ von Personen gebraucht wird, und genau dieselbe Terminologie wird in unserem Fragment angewandt. Die Vorschrift, Zeile 10—li handelt vom Bade einer Person אל ירחץ איש, während die darauf folgende von der Reinigung von Gefäßen handelt, indem bemerkt wird, daß das Wasser, welches untauglich ist für das Bad einer Person, auch für die Reinigung von Gefäßen unbrauchbar ist. Man lese daher במה »darin« oder, was noch wahrscheinlicher ist: י(«בהם und diese Ansicht stimmt mit der der Halachah überein, die eine טקוה, »Wassermassse«, die keine sechzig Seah enthält, das erforderliche Quantum, um den Körper eines Durchschnittsmenschen zu bedecken3), weder für Personen noch für Sachen als Reinigungsbad zu gebrauchen gestattet4). 10, 12: וכל גבא שבסלע. Auch die Mischnah spricht sehr häufig von der Verwendung der Zisterne, נכא, für rituelle Bäder, vgl. z. B. Bezah 11, 3, Mikwaot 1, 1, und ebenso die Tosefta, Mikwaot I, 3, 4; die gewöhnliche Bezeichnung des rituellen Bades in der rabbinischen Literatur ist zwar מקוה, jedoch ist es nicht ohne,Grund, wenn unser Verfasser vom גבא spricht. Nach der Halachah kann das Wasser einer5) מקוה keine Unreinheit erleiden, wohl aber wird eine Zisterne, גבא, unrein, falls ein unreines Gefäß sie berührte, aber י) Vgl. z. B. Jer. Sabbat II, 4d unt. טהרה כלים. s) Vgl. oben 6, 10 ,להתהלך במד, wo gleichfalls entweder בפה בטי oder בהם zu lesen ist. ’) Vgl. Erubin 4b טיס שכל גופו עולה בהן.,. ושעורו... ם׳ סאה• *) Nasir 38a und die anderen Stellen im Talmud, auf die Raschi a. a. O. hinweist. 5) ‘Das heißt eine Wassermenge, die als Tauchbad benutzt werden kann, oder, wie die Mischnah Mikwaot 1,7 sich ausdrückt, טקיה שיש בו טי סאה entsprechend יש בה די מרעיל in unserem Fragment.

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