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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 3 · p. Seite 342

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 3
Article
Neue Beiträge zur Geschichte der Familie Fränkel-Spira
Date
1912-01-01
Page
Seite 342 (sequence 9)
Language
German
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342 Neue Beiträge zur Geschichte der Familie Fränkel-Spira. fanden. Von Seckel FränkePs Söhnen Ahron Worms1),. Secharja und Bermann2) erwarb sich letzterer als Landrabbiner des Fürstentums Ansbach und nachmals Oberrabbiner von Fürth den glänzendsten Namen, starb jedoch in jungen Jahren, weithin betrauert, im Jahre 1708 (Kaufm., Letzte Vertr., S. 195). — R. Israel, Koppel FränkePs zweiter Sohn und Schwiegersohn des Juda Reis in Wien, war der Vater des R. Simeon3), Rabbiners von Heizfeld4) und späteren Landrabbiners von Würzburg. Der im Wiener Ghetto um die Mitte des 17. Jahrhunderts so gefürchtete Vorsteher Hirsch el Meyer, der durch seine bei der Steueraufteilung an den Tag gelegte Parteilichkeit: und elende Angeberei den tödlichen Haß der damaligen Juden sich zugezogen hatte, war mit Koppel Frankel verschwägert gewesen. Des letzteren Tochter Hindele heiratete im August 1667 Juda Selkele5), Hirschei MeyePs Sohn. Es ist allerdings auffallend, daß der reichste und nahezu vornehmste Mann des Wiener Ghetto, der mit der jüdischen Geburts-, Geistes- und Geldaristokratie verschwägert war, und dessen Lob man allerorten in allen ג) Ahron (Frankel) ha־Levi, Worms, einer der verdientesten Vor^ Steher der Wormser Gemeinde, war ein Schwiegersohn des R. Ahron Theomim (vgl. Magazin 1890, S. 88 ff.). 2) G. Wolf nennt diesen (Jüdische Friedh., S. 5) »Joachim Ben jamin«, was — obwohl von Kaufmann (das. S. 195, n. 6) nachgeschrieben — gewiß falsch ist, dagegen richtig bei L. A. Frankl, Zur Gesch. d,. Juden in Wien, S, 16, wo er »Isachar Bermann« heißt, 8) Dadurch wird die Nachricht R. Meir Perls (im Stammbaum, der Famile R. Liwa b. Bezalels) bestätigt, daß Simeon und Bärmann Kitzingen R. Israels Söhne gewesen seien, doch kennt unser Gewährs* mann noch einen dritten Sohn R. Israels, und zwar R. Löb. 4) Heizfeld== Heidin gsfeld. 5) Der junge Mann hieß nach seinem Großvater Juda Selke,. denn auf einer im Archiv der Stadt Wien erhaltenen Originalurkunde lautet Hirschei Meyers Unterschrift: נפתלי דדרץ בן לאיא יוד*» זעלקי סג״ל זצ״ל♦ Kaufmann vermutet Langenlois (NÖ.) als Hirscheis Heimat {vgl. Letzte Vertr. S. 59, Anm. 1).

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