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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 3 · p. Seite 340

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 3
Article
Neue Beiträge zur Geschichte der Familie Fränkel-Spira
Date
1912-01-01
Page
Seite 340 (sequence 7)
Language
German
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IRI
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340 Neue Beiträge zur Geschichte der Familie Fränkel-Spira. sein dürften, ist uns nur das kabbalistische Werk מראה יחזקאל bekannt, von welchem später ein Auszug im Drucke er- ״schien. Ober seinen Streit mit dem ש׳ך vgl. Gal-Ed (Nr. 31). Der zweite Briet Verfasser desselben ist der Wiener Exulant Moses b. Maier Schochet, der in seinen Erinnerungen bis fast ins 16. Jahrhundert zurückgreift und die Familiengeschichte Koppel Frankels1), des reichsten, den Segen von וזורה וגדולה במקום אחד in seinem Wiener Hause verkörpernden Mannes, bis zum Jahre 1670 behandelt. Koppel Fränkels Vater war Seckel Baiersdorf. Er stammte somit aus einer Stadt, in welcher einst der Rabbiner für das Fürstentum Bayreuth seinen Wohnsitz hatte. Ob letzterer schon seine Heimat verlassen oder dort seine Tage beschlossen hat, ist zweifelhaft. Sicher ist bloß, daß seine Kinder infolge der durch den 30jährigen Krieg in Deutschland entstandenen Wirren nach Österreich, und zwar nach Wien und seiner nächsten Umgebung, auswanderten. Sein ältester Sohn Samson dürfte nach Tri buswinkel bei Baden in Nieder-Österreich verschlagen worden sein, in der Tat lebt noch heute in dieser Gegend die Tradition von einer einst dort blühenden jüdischen Gemeinde fort. Außer den an einen ehemaligen Synagogenbau erinnernden hohen Fensterwölbungen, die an einem dortigen Bauernhause noch zu sehen sind, hat sich der Name des R. Samson Tribuswinkel als ein aus jenen trüben Zeiten hereinragendes Denkmal eines ehemals dort bestandenen jüdischen Gemeinwesens erhalten. Eine Tochter des Seckel B. — Namens Freudei — war die Großmutter des Autors dieses Stammbriefes. Sein Vater Meier war Schächter und Sekretär der Wiener jüdischen Gemeinde bis zu ihrer Auflösung im Jahre 1670, worauf l) R. Ephraim Cohen in Ofen nennt ihn im Vorwort za שער הראש והקצין הנדיב המפורסם הגביר המרומם בהו״ר קאפיל ד,לוי ז״ל :אפרים K. F. starb 18. April 1670 (vgl. Frankl, Inschr. 320).

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