Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 2 · p. Seite 174

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 2
Article
Die Wortführer des Judentums in den ältesten Kontroversen zwischen Juden und Christen
Date
1912-01-01
Page
Seite 174 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829843-2829846-2891286--39440-2891347
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

174 Die Wortführer des Judentums in den ältesten dämmt. Dieses Zugeständnis aus dem Munde eines Juden ist ein so ungeheuerliches, daß es selbst einen Origenes, dem es *doch im höchsten Maße willkommen sein mußte, stutzig macht, so daß er den Zweifel an der Echtheit desselben nicht unterdrücken kann. Er bemerkt, nämlich zu diesen Worten : »Der Jude spricht hier zweifellos so, wie es die Grundlehren des jüdischen Glaubens erfordern;allein ichweiß dennoch nicht, ob ein wahrer Jude zugeben werde, daß der Mess ias, auf den erhoff t, an sich selbst das Vorbild und das Beispiel der künftigen Auferstehung bieten werde. Doch wir wollen immerhin annehmen, daß er so sprechen und auch glauben könne.«1 2) Wer mochte dem Celsus diesen schlimmen Streich gespielt und ihn hinters Licht geführt haben, daß er nicht merkte, wie sein Jude am Ende seine spitzen Pfeile mutwillig abstumpfte, um dem verhaßten Gegner eine solche Genugtuung zu verschaffen? * Den Kampf gegen die Person und Lehre Jesu beschließt der Jude des Celsus endgiltig mit folgenden Worten: »Jesus war also ein Mensch, und ein solcher, wie ihn die Wahrheit selber kund macht und die Vernunft darstellt.«3) Das also war|s, was er eigentlich erhärten wollte. Was ihn so sehr gegen Jesus erbitterte, das war : die Vergottung eines Menschen 1 Und im Widerstand gegen diese Vergottung hatte er das gesamte Judentum an seiner Seite, das pharisäische wie das hellenistische, ja selbst das nazaräische Christentum, welches den Menschen und nicht den Gott Jesus als den Messias verehrte. In diesem Punkte herrschte hier überall nur eine Meinung. Die Vorstellung von einem ג) Orig. c. Gels. 5; Jes. 2) Das. II, 79: sxetvo$ (sc. 6 ’I7)<roü?) j/iv oöv «v&pwiro; r,v, 54«! TotouTo?, olov oXyi&s; sfA<p«v£(^£1, 54«! 6 ־ko'fog Ssfocvustv.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.