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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 2 · p. Seite 160

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 2
Article
Lehmann-Haupts Buch über Israel
Date
1912-01-01
Page
Seite 160 (sequence 14)
Language
German
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160 Lehmann-Haupts Buch über Israel. übrig, als sich' Sanherib zu unterwerfen (Das. 18, 14—16). Von LacWisCh zog dann Sancherib' nach dem ägyptischen Delta, wo inzwischen das äthiopisch-ägyptische Heer zusam'mengezogen war. Es kam: aber, nicht zum' Kampfe, weil einerseits im assyrischen Lager eine Pest ausbrach'1 — von welcher außer der Bibel auch Hero'dot berichtet, — und andererseits bedrohliche Nachrichten über Unruhen in Babylon ihn eilig nach Hause riefen (das. 19,7. 28) (S. 114—123). Den so vielfach angezweifelten Bericht in II. Chron c. 33. von Manasses Gefangenschaft, Befreiung und Büßfertigkeit, findet Lehmann so einleuchtend und so völlig in die damaligen Verhältnisse hineinpassend, daß diese biblische Notiz, trotzdem* das Königsbuch sie aus nicht unbekannten Gründen wegläßt, als durchaus geschichtlich anzusehen ist. Der Assyrerkönig Assurbanipal Watte den großen Aufstand, an welchem Babylonier, Aramäer, Könige des Amurul'andes (Palästina)' und Äthiopien beteiligt waren, unterdrückt und die Anführer schwer bestraft. Zu den Königen des Amuruländes gehört selbstverständlich auch Mänasse, — wenn er auCh nicht ausschließlich damit gemeint ist. — Seine Gefangennahme ist als selbstverständlich1 zu erwarten, nicht aber seine Befreiung. Diese erklärt sich1 aber aus dem Umstande, daß der Assyrerkönig in Ägypten unter Psammetich I, der mit Gyges gegen Assyrien sich verbunden Watte, einen imponierenden Gegner besaß, der einer Einverleibung Judäas' seitens Assyriens nicht ruhig zugesehen haben würde. Assurbanipal muß daher, angesichts dieser Sachlage, bestrebt gewesen sein, sich in Manasse lieber einen Bundesgenossen zu siehern, als ihn zu töten, oder ihn zum' Vasallen zu machen, in welch1 letzterem Falle er ihn Psammetich geradezu in die Arme getrieben haben würde. (S. 135—37).

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