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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 2 · p. Seite 154

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 2
Article
Lehmann-Haupts Buch über Israel
Date
1912-01-01
Page
Seite 154 (sequence 8)
Language
German
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154 Lehmann-Haupts Buch über Israel. säßiger Wanderstamm deutlich1 gekennzeichnet. Ferner, ist das ,Wort ״fkt“, mit dem1 Israel1 hier bezeichnet wird, ganz dunkel, man weiß nur, daß es etwas Schlechtes bedeutet. Der vermutete Sinn ״Feld“, woraus man sofort einen Schluß gegen die Voraussetzung des Nomamadentums ziehen will, ist angesichts der Bedeutung ״Böses“ absolut unzulässig. Es kann sich hierbei nur um einen bildlichen Ausdruck, wie im darauffolgenden Satze ״Palästina ist eine Witwe“ handeln. (35—52.) Diese passende Einschiebung der Eroberung Kanaans durch die israelitischen Stämme in die Zeit Menephtas, in welcher sowohl der mesopotanische wie auch der ägyptische Einfluß; in Palästina völlig gebrochen war, erklärt uns einerseits, daß Israel weder bei der Eroberung, noch in der ganzen Richterperiode mit babylonisch-assyrischen oder ägyptischen Truppen irgendwie zusammenstößt, und andererseits, daß die Inschriften jener Völker aus dieser jahrhundertelangen Periode nirgends eine auf Israel und Palästina bezügliche Notiz enthalten. (S. 60 f.) Für die Geschichtlichkeit des Person Mösis tritt unser Verfasser mit aller Entschiedenheit gegen viele Neuere, wie Ed. Meyer u. a., ein. Möses sich hinwegzudenken erscheint ׳ihm so unmöglich wie Zoroäster, So- Ion, Christus, Muhäm'med u. a. Der Hinweis der Kritik auf die Episode der Aussetzung, welche von Sargon I, zirka eineinhalb Jahrtausende vorher, in derselben Weise erzählt wird, darf so wenig als Argument gegen die Geschichtlichkeit Mosis angesehen werden, wie gegen die Sargons, der früher als eine mythologische Figur galt, während wir heute seine Inschriften lesen (S. 55—57). Daß die Ghäbiri der Tel-el-Am׳arna-Briefe, trotzdem ihre Identität mit den עברים philologisch außer jeder Frage steht, keine israelitischen Elemente, sondern solche von Edom1, Midjan, Moab, Ammon u. ä.

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