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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 2 · p. Seite 153

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 2
Article
Lehmann-Haupts Buch über Israel
Date
1912-01-01
Page
Seite 153 (sequence 7)
Language
German
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Lehmann-Haupts Buch über Israel. 153 rao Menephta, durch' die Einfälle der ägäischen Insel- Völker, wie durch1 innere Wirren, politisch' völlig zusam'mengebroChen, sodaß dort Anarchie herrschte und der Einfluß auf Palästina ganz dahingeschwunden war. Damit stimmt die biblische Überlieferung, die den Auszug in die Zeit des Nachfolgers des Raamses verlegt (II BMI, 2, 23), glänzend überein. Alle anderen Berechnungen, die den Exodus in frühere Perioden verlegen, stellen sämtliche diesbezügliche Berichte und Chronologien der Bibel durchaus auf den Kopf. Die berühmte inschriftliche Notiz in der Israel-Stele des des Menephta, welche den sichersten Beleg für die allen biblischen Zeitangaben direkt widersprechenden neuen Chronologien bieten soll, deutet der besonnene Verfasser in einer dem' Wortlaute der Inschrift viel entsprechenderen und mit der biblischen Überlieferung ganz übereinstimmenden Weise. Die hierogl'yphischen Worte ״Canaan ist gefangen mit allem Schlechten. Fortgeführt ist Askalon, genommen ist Geser, Jenuam ist zunichte gemacht; der Israel-Stamm ist ein f k t ohne Frucht, Palästina ist eine Witwe für Ägypten geworden“, beweisen nach Lehmann keinesfalls, daß Israel in den ersten Regier,ungsjahren Menephtas in Palästina ansäßig gewesen sei. Rhetorisch ist es viel wahrscheinlicher, daß zum' Schlüsse der Stamm' genannt wird, der an der Südgrenze Palästinas nomadisierend herumzog und eben erst durch den Auszug aus Ägypten in den Bereich Palästinas gekommen war. Die Ausdrucksweise des Hymnus erscheint unter der Voraussetzung, daß Israel' und sein Auszug als eine Bedrohung der Ruhe und des ägyptischen Besitzstandes in Südpalästina betrachtet wurde, durchaus begreiflich. Vergl. auch II B. M. 1, 9. Außerdem' ist hier Israel, im Gegensatz zu allen andern dortselbst genannten Völkern, wie Ch'ittiter, Bibyet u. ä., als noch1 nicht an-

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