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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1912-01-01 · Heft 2 · p. Seite 132

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
56 (1912)
Issue
Heft 2
Article
Die Grundlagen einer jüdischen Ethik
Date
1912-01-01
Page
Seite 132 (sequence 4)
Language
German
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132 Die Grundlagen einer jüdischen Ethik. Mühe unterzogen, das ungeordnete Material, das auf Blättchen geschrieben war, zu ordnen und zahlreiche Zitate, die von Lazarus nur andeutungsweise nach den Anfangsworten angeführt oder nur nach dem Standorte im rabbinischen Schrifttum bezeichnet waren, in genauerer Ausführung zu geben1). Vereinzelt sind auch neue Belegstellen hinzugefügt worden. Manche Zitate, die von Lazarus ohne Quellenangaben angeführt sind, sind erst von den Herausgebern ermittelt worden. »Aller sonstigen sachlichen Einschaltungen oder Korrekturen in der philosophischen und kritischen Beleuchtung der ethischen Begriffswelt des Verfassers« haben sie sich aber enthalten. Demzufolge sind viele Kapitel aphoristisch in unzusammenhängenden, oft unverständliehen Sätzen abgefaßt2). Von dem Abschnitt: »Über die Pflichten der Gesamtheit« ist nur die Überschrift vorhanden. Einzelne Ausführungen, wie S. 275 ff: »Mahnung an die Mütter« haben nicht im geringsten mit der jüdischen Ethik etwas zu schaffen. Hätte Lazarus den 2. Teil selbst herausgegeben, so läge jetzt gewiß ein ebenso abgerundetes Ganzes vor wie im ersten Bande. Sicherlich hätte er auch dann in der Einleitung so manches Unhaltbare wie seine Bemerkung über נאסף א^ עטיו (XX) oder S. XLI1 ff ausgelassen. Immerhin wird auch dieser Band für denjenigen, der das Gebiet *) Die Herausgeber haben zuweilen die Midraschstellen weit über das gehörige Maß hinaus gegeben, z. B. sind S. 130—132, Zeile 7, ebenso S. 249—250, Zeile 23 ganz überflüssig. Ferner hätte S. 312, Zeile 5—13, da dieses nur eine Anmerkung ist, nicht in den Text gesetzt werden sollen. s) Z. B. S. 63, 71, 163, 221 f. Völlig unverständlich sind z. B. Sätze, wie: »Kampf fordert Genügsamkeit des andern, Friede bietet die eigene Genügsamkeit« (S. 129). Es verhält sich doch gerade umgekehrt: Im allgemeinen veranlaßt die Ungenügsamkeit Unzufriedenheit und Kampf, dagegen fördert die Genügsamkeit den Frieden. Ebenso unverständlich ist der Satz S. 153: »Die Altvordern am Leben erhalten«. Es soll hier vielmehr heißen: Der Geist der Altvordem lebt fort.

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