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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 623

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 623 (sequence 10)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur itn gaonäischen Zeitalter. 623 nähere Beziehungen mit unserem Chuschiel und dessen Sohn Chananael sich ergeben, zumal auch noch andere Namen wiederholt in diesen drei ■Urkunden uns begegnen, wie besonders der Name Sabbatai. Aber auch der seltene Name Pappoleon tritt uns sowohl in dem Stammbaum der Achimaaz-Familie, wie in den Mitgliedern des Gerichtskollegiums von Bari entgegen. Wir wissen nun aber bestimmt, daß der itn Jahre 925 bei der Erstürmung von Oria durch die Sarazenen um’s Leben gekommene Chassadja ben Chananael zugleich der Achimaaz-Familie angehörte1 *), wie auch, daß er zwei Brüder, Pappoleon und Sabbatai hatte, so daß der in dem Gutachten von Bari als Sohn eines Schabtai genannte Pappoleon ein Neffe des Chasdaja und Enkel des Chananael gewesen ist. Das Vorkommen des letzteren Namens, wie das eines Chuschiel’s, läßt uns die Herkunft des letzteren aus der berühmten Achimaaz-Familie und in weiterer Verzweigung aus der des Donnolo, als ziemlich gesichert annehmen. Von den Schicksalen der Achimaaz-Familie ist uns bekannt, daß eines ihrer Mitglieder, Paltiel, in hoher Gunst bei dem fatimidischen Kalifen Aimuizz stand, dem er sowohl in Mahdi eh, in Nordafrika, als auch in Egypten, und zwar in Kairo, wertvolle Dienste leistete, so daß er auch unter seinem Nachfolger eine Vertrauensstellung bekleidete8). Er w.ar auch der erste, der in Egypten die Nagidwürde bekleidete. Er starb im Jahre 9 Iß und wurde von seinem Sohn Samuel, der, gleich ihm, durch fürstliche Wohltätigkeit sich auszeichnete, in Jerusalem begraben. Unter den Angehörigen der Familie, die sich auch in der Gnade des islamischen Fürsten sonnen konnten, kennen wir;auch: einen Chananael II, Oheim des Paltiel, der, ,nach Baritür einige Zeit zurückgekehrt, mit einem Sohne, Namens Chassadja, nach M a'hd reh sich wieder begab, während ein älterer i) Vgl. Kaufmann, Monatsschrift 1896, S. 532, Anm. 1. *) Vgl, a. a. Ö., S. 552.

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