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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 624

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 624 (sequence 11)
Language
German
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624 Beiträge zur Geschichte und *Literatur im gaonäischen Zeitalter. Sohn, Samuel, in Capua zu hohen Ehren gelangte und noch mit den Verwandten gleichen Namens in Egypten gute Beziehungen unterhielt. Chananael selbst wurde auch von seinem Großneffen Samuel in Jerusalem bestattet1). Aus einem Zweige des in Süditalien zurückgebliebenen Teiles stammte nun wohl unser Chuschiel. Von den in Egypten zu hohen Ehren gekommenen Gliedern der Familie vermeldet die Chronik nichts weiter, obwohl anzunehmen ist, daß sie sich noch fernerhin unter den Fatimiden deren Gunst erfreut haben wird. Wenn nun in dem oben dargestellten Brief Chuschiel’s an Schemarja dieser als שר ונדיב bezeichnet wird, so gehen wir nicht fehl in der Annahme, daß er zu den unmittelbaren Nachfolgern des zweiten Nagid, Samuel ben Paltiel, gehört und somit eine durch Gelehrsamkeit wie äußere Macht ausgezeichnete Stellung bekleidet hat. Die Kunde von dem hohen Rang des allerdings wohl schon sehr weitläufigen Verwandten, die zu den in Italien Gebliebenen gedrungen sein mag, veranlaßte vielleicht Chuschiel, zumal die Wirren in der süditalienischen Heimat nicht die nötige Sicherheit boten, den hochangesehenen Schemarja aufzusuchen, und so sich dauernd im Lande der Ismaöliten niederzulassen, wobei er jedoch in Kairuän aufgehalten und dort der Gründer einer neuen Richtung des Talmudstudiums wurde. Wie aus Chuschiel’s eigenen Angaben hervorgeht, ist auch ihm dort, wie eine der Familie gleichsam als Erbteil beschiedene Gabe, die Gunst des Fürsten und seiner Großen zuteil geworden. Darum preist ihn auch Samuel ha-Nagid in einem erst jüngst veröffentlichten Gedicht als נדיב »edlen Wohltäter«2). Dasselbe meldet uns aber auch, daß Chuschiel aus eigenem Antriebe seine Heimat verlassen hat und L) Vgl. hierzu und zum Folgenden die Darstellung von Kautmann in Monatsschrift a. a. O., S. 552 fgg. s) Vgl. Brody in der Festschrift für Berliner, hebr. Abtlg., S. 11, Z. 2.

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