Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 55 (1911)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
- Date
- 1911-01-01
- Page
- Seite 621 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2829132-2829835-2829841-2890985--39086-2891105- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 621 •כי יציאתנו מארץ מולדתנו לעבור להתגורר בארץ ישמעאל לא היה א״א אלא?] בלתי מגמת ראיית פני הרב]. Diese Gegenüberstellung seiner bisherigen Heimat und eines unter arabisch-islamitischer Herrschaft stehenden Landes zu fernerem Aufenthalt zeigt deutlich, daß er bisher in einem christlichen Lande gewohnt hatte, keineswegs aber seine Heimat, das doch gleichfalls islamitische Babylon gewesen sein kann. Als solches kann daher auch nicht das von Menachem Meiri angegebene Spanien in Betracht kommen1), da dieses ebenfalls zu den arabischen Ländern in jener Zeit zählte. Wir hätten also nur die Wahl zwischen Griechenland2 * * * * *) und Süditalien. Ersteres kann jedoch schwerlich als die Heimat Chuschiels in Betracht kommen, denn dort war die Gesetzeskenntnis in zu geringem Maße heimisch, als daß es als Pflanzstätte eines Gelehrten, wie Chuschiel, angesehen werden könnte. Wenn wir nun zur Bestimmung von dessen Heimatsland vorerst äußerliche Momente in Erwägung ziehen, so weisen die Namen Elchanan, Chuschiel und Chananael, wie unser Gelehrter seinen schon in Kairuän selbst geborenen, nachmals so berühmt gewordenen Sohn genannt hat8), auf Süditalien hin. Wir begegnen wiederholt diesen Namen und zwar: 1. Elchanan. Fast nämlich zu derselben Zeit, in der die *) Vgl. Neubauer, Mediaeval Jewish Chronicles II, S. 225. Auf diese Mitteilung hat erst jüngst Marx in ZHB. XIII, S. 74 aufmerksam gemacht. Vielleicht ist aber diese Angabe von ספיד ebenso zu beurteilen, wie die a. a. O., S. 224 betreffs Saadja's Herkunft. Übrigens ist in dem genannten Text statt ונסבה sicher ונשבה zu lesen, wie es auch bei Meiri’s Nachschreiber, Isaac Lattes, a. a. Q., S. 234 heißt. 2) Von dort will Groß, Magazin a. a. O. die vier Gelehrten herstammen lassen. s) SchechteFs Annahme, JQR. XI, S. 645, daß der Name von ChuschieFs Sohn später aus Elchanan in Chananael geändert wurde, um Verwechslungen mit dem gleichnamigen Sohne Schemarja's zu verhüten, hat Poznaüski in Harkavy-Festschrift, S. 187, widerlegt, indem er zugleich die Existenz des Elchanan als eines Sohnes von Chuschiel auch anderweitig nachgewiesen hat.