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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1911-01-01 · Heft 5 · p. Seite 620

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
55 (1911)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1911-01-01
Page
Seite 620 (sequence 7)
Language
German
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620 Beiträge znr Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. treffs des so sehr gepriesenen Vorgängers könnte hauptsächlich Samuel ben Paltiel, der berühmte Sproß der Achimaazfamilie in Betracht kommen, der, wie wir aus der Achimaazchronik wissen, sich als sehr opferfähig für die* * Förderung des Gesetzesstudiums erwiesen hat1), was auch sehr gut zur Zeit Schemarja’s paßt, 3. Auch von Schemarja wissen wir, daß er zur palästinensischen Akademie in innigen Beziehungen stand2). Alle diese Momente lassen uns die Annahme von der Identität dieses Nagid mit Sehe’- marja als nicht ganz unwahrscheinlich ansehen. 3. R’C hu schiel. Die geistige Tätigkeit in Süditalien und in Kairuän, Von großer Wichtigkeit ist das von Schechter veröffentlichte Genisa-Dokument für uns aber auch betreffs des zweiten angeblichen Gefangenen, R’C hu schiel. Es ergibt sich zunächst aus ihm, daß dieser jedenfalls in innigen« Beziehungen zu R’Schemarja stand, die wohl wahrschein־ lieh persönlicher Art gewesen sind, und, daß er sehr viel Genaues über ihn wußte. Man wäre sogar versucht, aus dem Umstande, daß beider Väter und Söhne den Namen Elchanan führten, der einem bestimmten Lande besonders eigentümlich ist, und den wir also auch als in einer und derselben Familie üblichen betrachten müssen, auf eine, wenn auch nicht nahe Verwandtschaft der beiden Gelehrten־ zu schließen. Es ist dies allerdings nur eine durch äußerliehe Momente sich aufdrängende Vermutung, die jedoch nicht ganz grundlos ist, wenn auch in dem Briefe selbst von Familienbeziehungen nicht gesprochen wird. Einen sicheren Anhalt bietet uns nun das Schreiben zunächst in bezug auf Chuschiels Herkunft durch die Worte3) J) Vgl. Neuhauer, Mediaeval Jewish Chronicles II, S. 130 und dazu besonders Kaufmann ia ZDMG. LXI, S. 436 fgg. und De Goeje. ebendort LXII, S. 75 fgg. *) Vgl. hierüber oben. *) Vgl. JQR. XI, S. 649, Z. 59—60.

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